Startseite > Krankheiten > Zytomegalie (Einschlusskörperchenkrankheit) > Verlauf
Stand: 28. Juni 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Prognose der Zytomegalie und ihr Verlauf hängen vom Zustand des Immunsystems ab. Bei Infektion im Mutterleib sind Fehlgeburten und Fehlbildungen des Ungeborenen möglich. Bei gesunden Menschen verläuft die CMV-Infektion meist beschwerdefrei – die Viren verbleiben jedoch lebenslang im Körper und können unter Umständen zu einer erneuten Erkrankung führen (z.B. bei einer Organtransplantation). Bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem (z.B. durch AIDS) können die Viren schwere Entzündungen der befallenen Organe verursachen – im schlimmsten Fall kann eine Zytomegalie tödlich enden.
Eine Impfung, mit der man einer Zytomegalie vorbeugen kann, gibt es bislang nicht. Bei Organtransplantationen hat sich die Situation bei einer CMV-Infektion deutlich gebessert, weil heute wirksame Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung der Zytomegalie verfügbar sind, zum Beispiel Ganciclovir.
Schwangere können durch Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen einer Zytomegalie vorbeugen. Werdende Mütter, die noch nicht mit CMV infiziert sind, dürfen zudem nicht mehr als Erzieherinnen arbeiten, sofern sie während ihrer Arbeit Kinder wickeln müssen – denn dabei ist die Infektionsgefahr besonders hoch.
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