Zytomegalie: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2014)

Aufgrund der uncharakteristischen Symptome einer Zytomegalie ist die Diagnose schwierig. Eine ganze Reihe anderer viraler, bakterieller oder pilzbedingter Infektionen können ähnliche Symptome verursachen. In der Regel handelt es sich bei der Zytomegalie deshalb um eine sogenannte Ausschlussdiagnostik: Der Arzt schließt alle anderen Erkrankungen aus, bis nur noch "Zytomegalie" als Diagnose übrig bleibt.

Die Blutwerte sind bei Zytomegalie meist unspezifisch verändert, zum Beispiel zeigen sich häufig erhöhte Bilirubinwerte, was auf eine Hepatitis hinweist. Dagegen lassen sich in Gewebeproben typische, sogenannte Eulenaugenzellen nachweisen. Der Nachweis von Antikörpern gegen das Zytomegalie-Virus ist zwar möglich, kann aber nicht zwischen akuter Erkrankung und lang zurückliegender Infektion unterscheiden.

Es ist auch möglich, die Viren direkt im Blut, Urin oder in Gewebeproben nachzuweisen.

Ob sich das Ungeborene bei einer CMV-Infektion der Mutter ebenfalls angesteckt hat, lässt sich durch eine Fruchtwasseruntersuchung oder eine Blutuntersuchung des ungeborenen Kindes feststellen.


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