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Forenexperte: Dirk Glöckner
Forum Gynäkologie
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Stand: 1. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Für Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) kommen viele Ursachen in Betracht: So können hormonelle Faktoren zu Zyklusstörungen führen, aber auch erbliche Defekte oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane, der Schilddrüse, der Leber oder Nieren sowie ein Diabetes mellitus. Außerdem können sich Ernährungsgewohnheiten, Leistungssport oder psychische Belastungen auf den Monatszyklus der Frau auswirken.
Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) haben oft erbliche Ursachen, wenn bei Erreichen des 16. Lebensjahrs noch keine Regelblutung aufgetreten ist. Dieses Ausbleiben der Periode (sog. primäre Amenorrhö) kann seine Ursachen aber auch in Fehlbildungen im Bereich der Geschlechtsorgane haben. Bei einer primären Amenorrhö ist es dringend zu empfehlen, den Grund für die Zyklusstörung abklären zu lassen.
Kam es bereits zu Menstruationsblutungen und treten dann Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) ein, die durch ein mehr als dreimonatiges Ausbleiben der Periode gekennzeichnet sind (sog. sekundäre Amenorrhö), sind die Ursachen hierfür in etwa drei Viertel aller Fälle in Funktionsstörungen des Gehirns zu finden – genauer gesagt in Funktionsstörungen des Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns.
Mögliche Ursachen für diese hormonellen Fehlsteuerungen sind verschiedene psychische Ereignisse: So können beispielsweise seelische Spannungen vor Entscheidungen, Milieuwechsel, familiäre Ereignisse, Auslandsaufenthalte mit Klimawechsel und andere außergewöhnliche Belastungen Menstruationsstörungen auslösen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Phänomen der Scheinschwangerschaft: Hier kann die Seele körperliche Veränderungen verursachen, die einer echten Schwangerschaft verblüffend ähnlich sind. Eine sekundäre Amenorrhö infolge einer zentralen Fehlsteuerung kann auch auf organische Erkrankungen (z.B. Entzündung, Verletzung, Geschwulste, Rückbildung von Organen oder Geweben) zurückzuführen sein.
Darüber hinaus kann ein Ausbleiben der Periode seine Ursachen auch in einer Erkrankung anderer hormonproduzierender Drüsen haben, in deren Folge es zum Beispiel zu vermehrter Androgenbildung (männliche Geschlechtshormone), vermehrter Cortisolbildung, einer Unterfunktion der Nebennierenrinde oder einer Schilddrüsenunterfunktion kommt.
In seltenen Fällen sind Medikamente (wie Psychopharmaka, blutdrucksenkende Mittel, Hormonpräparate) die Ursachen für das Ausbleiben der Regelblutung.
Eine sekundäre Amenorrhö kann aber auch viele andere Gründe haben. Weitere mögliche Ursachen für diese Menstruationsstörungen sind zum Beispiel:
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