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Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen)

Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen): Therapie

Stand: 1. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) hängt die Therapie entscheidend davon ab, worin das Ziel der Behandlung besteht: Möchten Sie eine Unfruchtbarkeit beheben lassen oder nur die Regelabstände normalisieren? In den meisten Fällen sind Zyklusstörungen durch entsprechende Hormonpräparate leicht zu behandeln.

Sind die Menstruationsstörungen durch Funktionsstörungen von Organen bedingt, ist es unter Umständen möglich, sie operativ zu beheben. Bei Zyklusstörungen, die durch Stress oder psychische Belastungen entstanden sind, kann eine Therapie mit Entspannungsmethoden wie Yoga oder autogenes Training oder – in schwerwiegenden Fällen – eine Psychotherapie helfen.

  • Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhö): Wenn Sie gar keine Regelblutung haben oder die Periode mehrere Monate lang ausbleibt, bekommen Sie in der Regel Hormone zur Therapie der Zyklusstörung. Liegen bei Ihnen äußere und innere (v.a. psychische) Belastungen vor, zielt die Behandlung in erster Linie darauf ab.
  • Verlängerter Menstruationszyklus (Oligomenorrhö) und verkürzter Menstruationszyklus (Polymenorrhö): Bei einer Periode mit normaler Dauer und Stärke, aber mit verlängerten oder verkürzten Zyklusintervallen ist häufig keine Therapie nötig, vor allem wenn kein Kinderwunsch besteht. Ansonsten können zyklusbeeinflussende Hormonpräparate zum Einsatz kommen.
  • Verstärkte Regelblutung (Hypermenorrhö) und verlängerte Regelblutung (Menorrhagie): Wenn Sie eine zu starke und lange Regelblutung haben, zielt die Behandlung zunächst auf die Ursache der Zyklusstörung ab. Ursächliche organische Veränderungen wie Myome (Gebärmuttergeschwulste) oder Polypen können Sie abhängig von Lage und Größe operativ entfernen lassen oder medikamentös behandeln. Bestimmte Medikamente erhöhen die Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter und haben dadurch eine blutstillende Wirkung. Findet sich kein Organbefund als Ursache für Ihre Menstruationsstörungen, dann lässt sich die Blutungsstärke womöglich durch Hormonpräparate regulieren. Auch eine Ausschabung der Gebärmutter kann Ihre Beschwerden verringern. Sind diese Zyklusstörungen bei Ihnen besonders schwer ausgeprägt, kann die Therapie auch darin bestehen, die Gebärmutterschleimhaut mit Laser oder Hitzebehandlung abzutragen oder auch die Gebärmutter vollständig zu entfernen (sog. Hysterektomie).
  • Schwache Periode (Hypomenorrhö): Eine zu schwache Regelblutung erfordert im Allgemeinen keine Behandlung. Diese Zyklusstörung kann gelegentlich ein Symptom einer Funktionsschwäche der Eierstöcke sein. Wenn Sie einen Kinderwunsch haben, aber unfruchtbar sind, ist eine hormonelle Stimulationstherapie für Sie empfehlenswert.
  • Unregelmäßige Regelblutung (Metrorrhagie): Die Therapie von zusätzlich auftretenden Zwischenblutungen zielt auf deren Ursachen ab. Haben Sie Myome (Gebärmuttergeschwulste), ist es ratsam, diese entsprechend therapieren zu lassen. Bei hormonellen Störungen kommen Hormonpräparate oder – wenn Ihre Kinderplanung abgeschlossen ist – eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut infrage.
  • Schmerzhafte Regelblutung, Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Die Therapie der schmerzhaften und mit allgemeinem Krankheitsgefühl verbundenen Regelblutung richtet sich zunächst nach deren Ursache. Ansonsten wirken bei derartigen Zyklusstörungen krampflösende Medikamente und Schmerzmittel sowie unterstützend eine krankengymnastische und physikalische Therapie. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie in körperlich schwächerer Verfassung sind. Haben Sie zusätzlich zu den Menstruationsstörungen seelische Verstimmungen, nervöse Reizzustände oder Depressionen, können Ihnen einfache Formen der Psychotherapie sowie Entspannungsübungen helfen.

Weiterlesen: Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen): Verlauf

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