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Zyklusstörungen (Menstruations­störungen): Therapie

Veröffentlicht von: Carolin Grob (20. Juni 2014)

Bei Zyklusstörungen (Menstruationsstörungen) richtet sich die Therapie vor allem danach, was für die Frau wichtig ist: Möchte sie eine Unfruchtbarkeit beheben lassen oder nur die Regelabstände normalisieren? In den meisten Fällen sind Zyklusstörungen durch entsprechende Hormonpräparate leicht zu behandeln.

Führen Funktionsstörungen von Organen zu den Menstruationsstörungen, ist es unter Umständen möglich, diese Störungen durch eine Operation zu beheben. Bei Zyklusstörungen, die durch Stress oder psychische Belastungen entstanden sind, kann eine Therapie mit Entspannungsmethoden wie Yoga oder autogenem Training oder – in schwerwiegenden Fällen – eine Psychotherapie helfen. Wie die gegen Zyklusstörungen eingesetzte Behandlung im Einzelfall aussieht, hängt auch von der Art der Zyklusstörung ab:

  • Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö): Wenn Sie gar keine Regelblutung haben oder die Periode mehrere Monate lang ausbleibt, bekommen Sie in der Regel Hormone zur Therapie der Zyklusstörung. Liegen bei Ihnen äußere und innere (v.a. psychische) Belastungen vor, zielt die Behandlung in erster Linie darauf ab.
  • Verlängerter Menstruationszyklus (Oligomenorrhö) und verkürzter Menstruationszyklus (Polymenorrhö): Bei einer Periode mit normaler Dauer und Stärke, aber mit verlängerten oder verkürzten Zyklusintervallen ist häufig keine Therapie der Zyklusstörungen nötig, vor allem wenn kein Kinderwunsch besteht. Ansonsten können gegen solche Zyklusstörungen Hormonpräparate helfen, die den Zyklus beeinflussen.
  • Verstärkte Regelblutung (Hypermenorrhö) und verlängerte Regelblutung (Menorrhagie): Wenn Sie eine zu starke und lange Regelblutung haben, zielt die Behandlung zunächst auf die Ursache der Menstruationsstörung ab. Ursächliche organische Veränderungen wie Myome (Gebärmuttergeschwulste) oder Polypen können Sie abhängig von Lage und Größe operativ entfernen lassen oder medikamentös behandeln. Bestimmte Medikamente erhöhen die Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter und haben dadurch eine blutstillende Wirkung. Findet sich kein Organbefund als Ursache für Ihre Menstruationsstörungen, dann können womöglich Hormonpräparate die Blutungsstärke regulieren. Auch eine Ausschabung der Gebärmutter kann Ihre Beschwerden verringern. Sind diese Zyklusstörungen bei Ihnen besonders schwer ausgeprägt, kann die Behandlung auch darin bestehen, die Gebärmutterschleimhaut mit Laser oder Hitzebehandlung abzutragen oder auch die Gebärmutter vollständig zu entfernen (sog. Hysterektomie).
  • Schwache Periode (Hypomenorrhö): Eine zu schwache Regelblutung erfordert im Allgemeinen keine Behandlung. Diese Zyklusstörung kann gelegentlich ein Symptom einer Funktionsschwäche der Eierstöcke sein. Wenn Sie wegen Ihrer Zyklusstörungen unfruchtbar sind, aber einen Kinderwunsch haben, ist eine hormonelle Stimulationstherapie für Sie empfehlenswert.
  • Unregelmäßige Regelblutung (Metrorrhagie): Die Therapie von zusätzlich auftretenden Zwischenblutungen zielt auf deren Ursachen ab. Haben Sie Myome (Gebärmuttergeschwulste), ist es ratsam, diese entsprechend therapieren zu lassen. Sind hormonelle Störungen für die Zyklusstörungen verantwortlich, kommen zur Behandlung Hormonpräparate oder – wenn Ihre Kinderplanung abgeschlossen ist – eine Verödung der Gebärmutterschleimhaut infrage.
  • Schmerzhafte Regelblutung, Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Auch bei solchen Zyklusstörungen richtet sich die Behandlung zunächst nach der Ursache. Ansonsten wirken krampflösende Medikamente und Schmerzmittel sowie unterstützend eine krankengymnastische und physikalische Therapie gegen die Menstruationsstörungen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie in körperlich schwächerer Verfassung sind. Haben Sie zusätzlich zu den Zyklusstörungen seelische Verstimmungen, nervöse Reizzustände oder Depressionen, können Ihnen einfache Formen der Psychotherapie sowie Entspannungsübungen helfen.





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