Zyklusstörungen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Mai 2016)

Um bei Zyklusstörungen eine Diagnose stellen zu können, ist es zunächst nötig, Informationen zur Krankengeschichte der Betroffenen zu erfassen (sog. Anamnese). Daher interessiert sich der Arzt zum Beispiel für:

Aufgrund der Vielfalt von Zyklusstörungen ist es für die Diagnose wichtig, die jeweiligen Menstruationsprobleme genau zu beschreiben. Häufig ist es sogar erforderlich, einige Monate lang Angaben zu Blutungshäufigkeit, Blutungsstärke, Regelschmerzen, Zwischenblutungen und Eisprung in einem speziellen gynäkologischen Kalender genau zu notieren. In manchen Fällen ist auch sinnvoll, über einen oder mehrere Monatszyklen die morgendliche Körpertemperatur kurz vor dem Aufstehen (sog. Basaltemperatur) zu messen: Sie zeigt an, ob und wann ein Eisprung stattfindet, und ermöglicht daher Rückschlüsse auf die Funktion der Eierstöcke.

Eine gynäkologische Untersuchung bringt bei Zyklusstörungen weiteren Aufschluss: Dabei tastet der Arzt Scheide, Gebärmutter und Eierstöcke ab, manchmal ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie). Eine Ganzkörperuntersuchung kann zusätzliche Anhaltspunkte liefern.

Außerdem kommen bei Zyklusstörungen Blut- und Urinuntersuchungen zum Einsatz, um die Konzentration von Hormonen wie Östrogen,Gestagen, Androgen oder Prolaktin zu ermitteln: So kann der Arzt feststellen, ob möglicherweise hormonelle Störungen oder andere Erkrankungen für Menstruationsstörungen verantwortlich sind.

Bei unklaren Zyklusstörungen können zusätzlich eine Ausschabung der Gebärmutter (sog. Kürettage) und eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) folgen.


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