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Zwölffingerdarm­geschwür (Ulcus duodeni)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (31. Oktober 2013)

Ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) ist ein gutartiges Geschwür (= Ulkus) im Zwölffingerdarm (= Duodenum), also eine tief reichende Schädigung der Wand des Zwölffingerdarms. Zwölffingerdarmgeschwüre sind mindestens viermal so häufig wie Magengeschwüre.

Damit ist das Zwölffingerdarmgeschwür die häufigste Form der dauerhaften Geschwürerkrankungen. Häufigste Ursache für ein Zwölffingerdarmgeschwür: eine übermäßige Absonderung (Hypersekretion) von Magensaft. Außerdem scheinen Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Ulcus duodeni zu spielen. Darüber hinaus können viele weitere Faktoren wie bestimmte Medikamente, Nikotin oder Stress begünstigen, dass ein Geschwür im Zwölffingerdarm entsteht.

Die von einem Zwölffingerdarmgeschwür hervorgerufenen Symptome sind nicht sehr charakteristisch und können auch bei vielen anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts auftreten. Die möglichen Beschwerden eines Ulcus duodeni reichen von

Die beim Zwölffingerdarmgeschwür zur Behandlung eingesetzten Medikamente dienen vor allem dazu, die Produktion von Magensäure zu hemmen. Daneben ist oft hilfreich, wenn der Betroffene, seinen Lebensstil umstellt: Dies bedeutet zum Beispiel, bei einem Zwölffingerdarmgeschwür auf eine magenfreundliche Ernährung zu achten und Stress zu vermeiden.

Nur selten ist bei einem Ulcus duodeni zur Therapie eine Operation erforderlich: Dies ist nach mehrfachen erfolglosen Behandlungsversuchen der Fall oder wenn Komplikationen auftreten, zum Beispiel Blutungen oder wenn das Geschwür die Wand des Zwölffingerdarms an einer Stelle durchbricht, sodass eine direkte Verbindung in die Bauchhöhle entsteht, was zu einer Bauchfellentzündung führen kann.

Allgemein lassen sich bei einem Zwölffingerdarmgeschwür mithilfe einer angemessenen Therapie hohe Heilungsraten erzielen: Über 90 Prozent der Geschwüre im Zwölffingerdarm heilen erfolgreich ab. Allerdings kann ein Ulcus duodeni nach einer gewissen Zeit wieder auftreten, Ärzte sprechen dann von einem Rezidiv. Durch geeignete Vorbeugemaßnahmen – die weitgehend der Behandlung bestehender Geschwüre entsprechen – kann man das Risiko für Rezidive jedoch gering halten.






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