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Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni)

Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Verlauf

Stand: 16. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Prognose

Ein mit Medikamenten behandeltes Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) nimmt überwiegend einen guten Verlauf: In über 90 Prozent der Fälle lässt es sich erfolgreich behandeln. Allerdings tritt das Geschwür nach einer gewissen Zeit in vielen Fällen wieder auf (Rezidiv). Vorbeugemaßnahmen können das Risiko hierfür jedoch erheblich senken.

Komplikationen

Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) können im weiteren Verlauf verschiedene Komplikationen auftreten: Häufig neigen Zwölffingerdarmgeschwüre zur Blutung, die verschiedene Ausmaße annehmen kann. Kleinere, dauerhaft anhaltende Blutungen bleiben häufig unbemerkt und führen schließlich zur Blutarmut (Anämie). Daneben können auch größere Blutungen aus dem Zwölffingerdarmgeschwür in Form von sogenannten schwarzgefärbten Teerstühlen (Melaena) bis hin zu großen akuten Massenblutungen auftreten, die zu einem Blutvolumen-Mangel-Schock führen können.

Weitere Komplikationen sind möglich, wenn ein Zwölffingerdarmgeschwür in benachbarte Organe wie Bauchspeicheldrüse, Dickdarm und Leber einbricht (Penetration) und Verbindungsgänge, sogenannte Fisteln, bildet. Dies führt zu starken Schmerzen, die bevorzugt in den Rücken ausstrahlen. Bei einer Beteiligung der Bauchspeicheldrüse kommt es häufig zu einer begleitenden Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Eine lebensbedrohliche Komplikation, die bei einem tief reichenden Zwölffingerdarmgeschwür auftreten kann, ist dessen Durchbruch durch alle Wandschichten des Darms (Perforation). Dabei treten der Inhalt des Darms und Luft aus dem Magen in die Bauchhöhle über. Im weiteren Verlauf bildet sich dann eine schwere Bauchfellentzündung (Peritonitis) aus.

Liegt das Zwölffingerdarmgeschwür beziehungsweise Ulcus duodeni nahe am Magen, können im Verlauf der entzündlichen Erkrankung stattfindende Vernarbungsprozesse zu einem verengten Magenausgang führen. Dies behindert die Nahrungspassage, weshalb die Betroffenen nur kleine Nahrungsportionen aufnehmen können und häufig erbrechen und Gewicht verlieren. Im fortgeschrittenen Stadium bildet sich ein sogenannter Sanduhrmagen, der durch einen extrem gedehnten Körper und einen stark verengten Ausgang gekennzeichnet ist.

Weiterlesen: Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Vorbeugen

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