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Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni)

Weitere Faktoren

Stand: 26. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Für ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) können neben den Ursachen wie übermäßig viel Magensaft oder Besiedlung durch das Bakterium Helicobacter pylori weitere Faktoren verantwortlich sein: Bestimmte Medikamente, wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR, z.B. Acetylsalicylsäure) und Kortikosteroide (z.B. Kortison), schädigen die Schleimhaut und begünstigen so die Entstehung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus ventriculi et duodeni). Ihre Wirkung ist allerdings stark von der Höhe der Dosis und der Dauer der Einnahme abhängig.

Ein Zwölffingerdarmgeschwür kann auch erbliche Faktoren als Ursachen haben: Zwölffingerdarmgeschwüre treten gehäuft in Familien auf. Wer Verwandte mit Zwölffingerdarmgeschwür hat, ist zwei- bis dreimal so häufig betroffen wie andere. Darüber hinaus bekommen häufig Menschen mit der Blutgruppe 0 ein Zwölffingerdarmgeschwür. Bei diesen Menschen fehlen bestimmte Blutgruppenantigene in Magensaft und Speichel. Diese Beobachtungen lassen auf eine erblich bedingte Neigung, die Geschwüre auszubilden, schließen. Die genauen Zusammenhänge sind allerdings noch weitgehend unbekannt.

Weitere Faktoren, in denen ein Zwölffingerdarmgeschwür seine Ursachen haben kann, sind Nikotin- und Alkoholkonsum: Nikotin steigert die nächtliche Absonderung von Magensaft und verstärkt auf diese Weise ein bereits bestehendes Ungleichgewicht zwischen Schleimhaut schädigenden und schützenden Faktoren. Die schädigende Wirkung von Alkohol auf die Schleimhaut von Magen und Zwölffingerdarm dagegen ist unabhängig von der Produktion des Magensafts. In hohen Konzentrationen wirkt Alkohol direkt auf die Zellen der Schleimhaut ein und verursacht Schädigungen, die Ausgangspunkt für die Bildung von Geschwüren sein können.

Auch psychische Faktoren und besondere Stressbelastungen kommen für ein Zwölffingerdarmgeschwür als Ursachen infrage. So nehmen bei erhöhtem Stress die Beschwerden bei bestehendem Ulcus duodeni zu. Menschen mit Depressionen scheinen darüber hinaus häufiger Zwölffingerdarmgeschwüre zu entwickeln.

Weiterlesen: Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Symptome

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