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Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni)

Medikamente

Stand: 16. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die größten Heilungserfolge bei einem Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) lassen sich mit einer Therapie durch Medikamente erzielen, die die Magensäureproduktion hemmen, denn: Der übermäßigen Absonderung (Hypersekretion) von saurem Magensaft kommt bei der Entstehung von Zwölffingerdarmgeschwüren die größte Bedeutung zu. Zu diesen für die Zwölffingerdarmgeschwür-Behandlung geeigneten Medikamenten gehören vor allem die Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) und die H2-Rezeptorenblocker (z.B. Ranitidin). Durch die verminderte Magensäureproduktion lassen Ihre Beschwerden innerhalb weniger Tage nach. Nachdem die Symptome abgeklungen sind, ist es ratsam, die Therapie noch bis etwa acht Wochen fortzusetzen, damit die Schädigungen der Schleimhaut vollständig abheilen können.

Auch sogenannte Antazida (Aluminium- bzw. Magnesiumhydroxid), die die von den Drüsen bereits abgesonderte Magensäure neutralisieren, sind bei einem Ulcus duodeni oder Zwölffingerdarmgeschwür zur Therapie anwendbar. Es ist allerdings ratsam, Antazida nicht längerfristig einzunehmen, denn: Nach einiger Zeit steigert der Magen als Reaktion auf die Behandlung die Säureproduktion. Außerdem stehen mit den Protonenpumpenhemmern und H2-Rezeptorenblockern alternative hochwirksame Medikamente gegen das Zwölffingerdarmgeschwür zur Verfügung.

Ließ sich bei Ihnen eine Infektion mit Helicobacter pylori nachweisen, ist ein gezielter Einsatz von Antibiotika empfehlenswert, um Ihr Zwölffingerdarmgeschwür zu behandeln. Hierbei kommen Clarithromycin, Metronidazol und Amoxicillin zum Einsatz, die über einen Zeitraum von sieben Tagen gleichzeitig in genau festgelegter Dosierung einzunehmen sind (sog. Triple-Therapie).

Stellen sich nach etwa zwei bis drei Versuchen, das Zwölffingerdarmgeschwür zu therapieren, keine dauerhaften Behandlungserfolge ein (in etwa 5% aller Fälle) oder treten schwerwiegende Komplikationen auf, ist eine Operation notwendig. Häufig entfernt der Operateur dabei eines Teils des Magens (Resektion), um die Bildung von Magensäure zu reduzieren. Nur in Einzelfällen besteht die operative Therapie von Zwölffingerdarmgeschwüren noch darin, die Nervenversorgung der säureproduzierenden Belegzellen in der Magenschleimhaut durch eine sogenannte Vagotomie (operative Durchtrennung der Nerven) auszuschalten.

Weiterlesen: Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Verlauf

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