Startseite > Krankheiten > Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) > Therapie
Stand: 26. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) verspricht die Therapie durch Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen, die größten Heilungserfolge. Der Grund: Der übermäßigen Absonderung (Hypersekretion) von saurem Magensaft kommt bei der Entstehung von Zwölffingerdarmgeschwüren die größte Bedeutung zu.
Gegen ein Zwölffingerdarmgeschwür sind vor allem Medikamente zur Behandlung geeignet, die zur Gruppe der sogenannten Protonenpumpenhemmer (z.B. Omeprazol) und H2-Rezeptorenblocker (z.B. Ranitidin) gehören: Wenn Sie ein solches Medikament einnehmen, lassen Ihre Beschwerden durch die verminderte Magensäureproduktion innerhalb weniger Tage nach. Doch auch wenn die vom Zwölffingerdarmgeschwür hervorgerufenen Symptome abgeklungen sind, ist es ratsam, die Therapie noch fortzusetzen (etwa bis zu acht Wochen lang), damit die geschädigte Schleimhaut vollständig heilen kann.
Auch sogenannte Antazida (Aluminium- bzw. Magnesiumhydroxid), die die von den Drüsen bereits abgesonderte Magensäure neutralisieren, können bei einem Zwölffingerdarmgeschwür zur Behandlung zum Einsatz kommen. Es ist allerdings ratsam, Antazida nicht längerfristig einzunehmen, denn: Nach einiger Zeit steigert der Magen als Reaktion auf die Therapie die Säureproduktion. Außerdem stehen mit den Protonenpumpenhemmern und H2-Rezeptorenblockern alternative hochwirksame Medikamente gegen das Ulcus duodeni zur Verfügung.
Wenn bei Ihnen nachweislich eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegt, ist eine gezielte Antibiotika-Behandlung empfehlenswert, um gegen Ihr Zwölffingerdarmgeschwür vorzugehen. Hierbei kommen Clarithromycin, Metronidazol und Amoxicillin zum Einsatz, die über einen Zeitraum von sieben Tagen gleichzeitig in genau festgelegter Dosierung einzunehmen sind (sog. Triple-Therapie).
Stellen sich nach etwa zwei bis drei Versuchen, das Zwölffingerdarmgeschwür durch Medikamente zu behandeln, keine dauerhaften Behandlungserfolge ein oder treten schwerwiegende Komplikationen auf, ist eine operative Therapie des Ulcus duodeni notwendig.
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