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Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni)

Nachweis von Helicobacter pylori

Stand: 26. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) gehört es auch zur Diagnose, nach dem Bakterium Helicobacter pylori zu suchen, denn: Der Nachweis von Helicobacter pylori gelingt bei 90 bis 99 Prozent aller Zwölffingerdarmgeschwüre. Um eine Helicobacter-pylori-Infektion festzustellen, stehen spezielle Tests zur Verfügung:

Zum einen ist es möglich, die Antikörperkonzentration im Blut zu untersuchen. Finden sich dabei Antikörper gegen das Bakterium, gilt dies als möglicher Nachweis dafür, dass zu diesem Zeitpunkt eine Helicobacter-pylori-Infektion abläuft. Allerdings bleibt die Antikörperkonzentration auch lange Zeit nach erfolgreicher Behandlung der Infektion erhalten und ist somit bei der Zwölffingerdarmgeschwür-Diagnose nur bedingt aussagekräftig.

Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür bietet sich zur Diagnose außerdem der sogenannte 13C- oder 14C-Harnstoff-Atemtest zum Nachweis von Helicobacter pylori an: Hierbei nimmt man eine Testmahlzeit zu sich, die radioaktiv markierten Harnstoff enthält. Liegt eine Infektion mit Helicobacter pylori vor, spaltet das vom Bakterium produzierte Enzym Urease den Harnstoff und setzt dabei 13C- oder 14C-markiertes Kohlendioxid frei. Beim Ausatmen wird die abgeatmete Luft in einem Behälter gesammelt, um die darin enthaltenen Kohlendioxid-Menge zu bestimmen. Auf diese Weise ist es möglich, den für das Ulcus duodeni möglicherweise verantwortliche Erreger mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Die Strahlenbelastung durch den radioaktiv markierten Harnstoff ist als äußerst gering einzustufen.

Auch die beim Zwölffingerdarmgeschwür zur Diagnose eingesetzte Magen-Zwölffingerdarm-Spiegelung kann beim Nachweis von Helicobacter pylori helfen: Wenn Bakterien vorhanden sind, gelingt es, aus der hierbei gewonnenen Gewebeprobe eine Bakterienkultur zu züchten. Darüber hinaus kann der Arzt die Biopsieprobe auf Urease testen. Zusätzlich können die Laborwerte dazu beitragen, Erkrankungen zu diagnostizieren, die dem Zwölffingerdarmgeschwür möglicherweise zugrunde liegen.

Weiterlesen: Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Therapie

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