Startseite > Krankheiten > Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) > Diagnose
Stand: 26. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einem Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) reichen zur Diagnose die Symptome, vorangegangene Geschwürerkrankungen und eine körperliche Untersuchung meist nicht aus: Diese Informationen liefern nur erste Hinweise für eine entzündliche Magen-Darm-Erkrankung. In der Regel ist anhand der Beschwerden jedoch keine Unterscheidung zwischen Magen- und Zwölffingerdarmgeschwür (bzw. Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni) möglich. Ebenso wenig kann der Arzt danach feststellen, ob im Zwölffingerdarm lediglich eine Reizung oder tatsächlich ein Geschwür vorliegt. Um ein Zwölffingerdarmgeschwür zu diagnostizieren, sind daher weitere Untersuchungen erforderlich.
Bei Verdacht auf ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) ist zur Diagnose eine Magen-Zwölffingerdarm-Spiegelung (Gastroduodenoskopie) am besten geeignet. Anders als bei Magengeschwüren ist es hierbei nicht notwendig, Gewebeproben aus dem Zwölffingerdarm zu entnehmen (Biopsie), da sich aus Zwölffingerdarmgeschwüren äußerst selten bösartige Tumoren entwickeln. Deshalb erfolgt eine Spiegelung in der Regel nur, um untypische Befunde abzuklären oder eine Infektion mit Helicobacter pylori festzustellen.
Ist bei Verdacht auf ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) eine Magen-Zwölffingerdarm-Spiegelung aus medizinischen Gründen nicht möglich, kann der Arzt die Diagnose durch eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel (sog. Magen-Darm-Passage) sichern.
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