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Zwölffingerdarm- geschwür (Ulcus duodeni)
Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni)AnatomieStand: 16. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Beim Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni) ist die Wand des Zwölffingerdarms geschädigt. Der Zwölffingerdarm gehört als ein Abschnitt des Dünndarms zur Anatomie des Verdauungstrakts: Der Darm ist der schlauchförmige Teil des Verdauungstrakts zwischen Magenausgang und After. Er besteht aus:
Der Dünndarm ist in drei aufeinanderfolgende Abschnitte unterteilt: den Zwölffingerdarm (Intestinum duodenum), den Leerdarm (Intestinum jejunum) und den Krummdarm (Intestinum ileum). Der Zwölffingerdarm (Duodenum) ist ein c-förmig gekrümmter Schlauch von etwa 25 bis 30 Zentimetern Länge – dies entspricht etwa der Breite von zwölf nebeneinander gelegten Fingern. Er liegt im Oberbauch und reicht vom Magenausgang, dem sogenannten Pförtner, bis zum Beginn des Leerdarms. Seine Wand besteht aus Schleimhaut, Muskulatur, Bindegewebe und speziellen Drüsen, die einen Schleim produzieren, der die Magensäure im Speisebrei neutralisiert. In den Ulcus duodeni münden darüber hinaus die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase. Eine wesentliche Aufgabe des Dünndarms ist die Aufnahme (Resorption) von verdaulichen Stoffen aus der durch die Enzyme des Magens und der Bauchspeicheldrüse bereits zerkleinerten Nahrung, dem sogenannten Speisebrei. Die Oberfläche des Dünndarms weist daher Ein- und Ausstülpungen (Krypten und Zotten) auf, die von einem dünnen Bürstensaum überzogen sind. Schätzungen zufolge vergrößert dies seine Aufnahmefläche für die Nahrungsstoffe auf bis zu 100 Quadratmeter. Damit der Körper die verschiedenen Stoffe aus dem Speisebrei aufnehmen kann, müssen bestimmte Enzyme den Brei aufspalten (verdauen). Im Darm erfolgt die Spaltung der Eiweiße zu Aminosäuren, der Kohlenhydrate zu Einfachzuckern und der Fette zu freien Fettsäuren und Monoglyceriden. Vor allem die Enzyme der Bauchspeicheldrüse, deren Sekret in den Zwölffingerdarm gelangt, spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Ist die Nahrung aufgespalten, nehmen die Zellen des Dünndarms die einzelnen Bestandteile auf. Von dort gelangen die Nahrungsbestandteile über das Blut in die Leber. Um die Verwertung und den Transport des Speisebreis zu erleichtern, sorgen wellenartige Bewegungen (Peristaltik) im Dünndarm dafür, dass sich der Speisebrei hin und her sowie langsam vorwärts bewegt – so erreichen die unverdaulichen Nahrungsreste schließlich den Dickdarm. Weiterlesen: Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
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