Zwangsstörung: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Dezember 2014)

Eine Zwangsstörung setzt oft im Verlauf der Kindheit oder Jugend ein. Durchschnittlich treten die ersten Zwangssymptome im Alter von 20 Jahren auf. Die meisten Zwangsstörungen verlaufen chronisch, wobei die Stärke der Beschwerden schwanken kann.

Die Prognose der Zwangsstörung hat sich jedoch durch die Kombination von Medikamenten und psychotherapeutischer Behandlung in den letzten Jahren erheblich verbessert!

In etwa der Hälfte aller Fälle kann man die Zwangsstörung heilen oder zumindest den Leidensdruck deutlich vermindern sowie Kontrolle und Bewältigung der Beschwerden stark verbessern. Und auch wo dies nicht gelingt, besteht durch die Behandlung die Chance, leichte Verbesserungen der Zwangsstörung zu erzielen und ihren fortschreitenden Verlauf zu verhindern.

Insgesamt ist die Prognose einer Zwangsstörung umso günstiger, je früher ihre Diagnose und Therapie erfolgt.

Die frühzeitige und konsequente Therapie einer Zwangsstörung ist deswegen wichtig, weil Zwangsstörungen dazu neigen, sich auszubreiten: Dann beeinträchtigen sie immer größere Teile des Alltags – allein schon deshalb, weil Zwangshandlungen und Zwangsrituale so viel Zeit in Anspruch nehmen können, dass andere Aktivitäten (z.B. der Beruf) zu kurz kommen. Sozialer Rückzug und Isolation sind häufige Folgen einer Zwangsstörung, in ihrem Verlauf können aber auch körperliche Schädigungen auftreten: So waschen die Betroffenen etwa beim Waschzwang die Hände aus Angst vor Verschmutzung manchmal so oft, dass sich Ekzeme bilden. Die Zwangssymptomatik kann so ausgeprägt sein, dass den Betroffenen der Selbstmord als der einzige Ausweg erscheint.


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