Zwangsstörung: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Dezember 2014)

Bei einer Zwangsstörung erfolgt die Diagnose anhand einer Untersuchung auf verschiedenen Ebenen: In Interviews fragt der Arzt die Symptome und begleitenden Gedanken ab. Wenn die Möglichkeit besteht, das symptomatische Verhalten zu beobachten beziehungsweise die Betroffenen zur Selbstbeobachtung anzuhalten, kann der Arzt wichtige zusätzliche Informationen über die Problematik der Betroffenen gewinnen. Darüber hinaus stehen verschiedene Fragebögen zur Verfügung, mit denen man den Verlauf der Zwänge erfassen und beurteilen kann.

Um eine Zwangsstörung diagnostizieren zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Es müssen mindestens zwei Wochen lang an den meisten Tagen Zwangshandlungen und/oder Zwangsgedanken aufgetreten sein, die die Betroffenen als quälend erlebt oder die ihre normalen Aktivitäten gestört haben.

Da Zwangssymptome nicht nur bei einer Zwangsstörung auftreten können, ist es bei der Diagnose außerdem ratsam, andere Ursachen auszuschließen: Zwangserscheinungen können zum Beispiel ein Anzeichen für depressive Störungen, Ängste, hypochondrische Störungen oder eine beginnende Schizophrenie sein. Nur wenn die Zwangssymptome die vorliegende Störung dominieren und daneben keine andere psychische Erkrankung vorliegt, spricht man von einer Zwangsstörung.


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