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Zöliakie (einheimische Sprue)

Zöliakie (einheimische Sprue): Therapie

Stand: 26. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei der Zöliakie (einheimische Sprue) besteht die Therapie vor allem darin, lebenslang glutenhaltige Nahrungsmittel zu meiden. Dazu gehören Mehl (Roggen-, Weizenmehl), Gerste, Hafer und Dinkel sowie daraus hergestellte Produkte wie Brot, Kuchen, Nudeln, Paniermehl, Müsli, Bier und vieles mehr. Besondere Vorsicht ist auch bei Fertigprodukten (Soßen, Suppen, Konserven, Wurstwaren etc.) geboten, die häufig versteckt Gluten enthalten.

Erlaubt sind bei der Zöliakie-Therapie zum Beispiel Mais und Maismehl, Hirse, Soja, Reis, Amaranth, Quinoa sowie reine Stärke.

Diätfehler lösen sehr schnell erneut Symptome aus und können nach Jahren die Häufigkeit von Darmkrebs und anderen Krebserkrankungen, insbesondere von bösartigen Lypmhknotenvergrößerungen (malignen Lymphomen) erhöhen. Neuere Studien zeigen aber, dass das Krebsrisiko gegenüber Gesunden nur gering erhöht ist, wenn die Betroffene mit einheimischer Sprue die glutenfreie Ernährung konsequent einhalten.

Oft ist es sinnvoll, zu Beginn der Zöliakie-Therapie auf Milch und Milchprodukte zu verzichten, da die geschädigte Darmschleimhaut häufig das milchzuckerabbauende Enzym Laktase nicht oder nicht in ausreichenden Mengen herstellen kann. Hat ein Laktosetest ergeben, dass der Betroffene keinen Milchzucker (Laktose) verträgt, sollte er Milchprodukte vermeiden, bis die Darmfunktion wieder hergestellt ist. Dann produziert der Darm oft auch wieder ausreichend Laktase. Wurde kein Laktasemangel nachgewiesen, ist es nicht notwendig, auf Milch zu verzichten.

Säuglinge mit sollten generell in den ersten vier Lebensmonaten keine glutenhaltigen Nahrungsmittel erhalten. Ab dem fünften Lebensmonat können Kinder kleinste Mengen von Gluten nach und nach mit der Beikost bekommen.

Weiterlesen: Zöliakie (einheimische Sprue): Verlauf

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