Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

Beim Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii ist es nicht einfach, die Diagnose frühzeitig zu stellen, da in der frühen Phase keine eindeutigen Tests zur Verfügung stehen.

Trotzdem ist es wichtig, schnellstmöglich mit einer Antibiotika-Behandlung zu beginnen, weil ein spät (d.h. nach dem 5. Krankheitstag) behandeltes Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii eine schlechtere Prognose hat.

Besteht der Verdacht, dass hinter den vorhandenen Beschwerden ein Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii stecken könnte, erkundigt sich der Arzt zunächst ausführlich nach den Umständen der Erkrankung – wichtig sind zum Beispiel Informationen zu:

  • Reisen, in denen der Erreger und seine Überträger vorkommen,
  • Zeckenbissen und
  • ähnlichen Erkrankungen in der Familie.

Wenn mögliche Anzeichen für Fleckfieber auftreten, während man sich in einem Verbreitungsgebiet der übertragenden Zeckenarten aufhält oder diese Gebiete kürzlich bereist hat, kann auch die Jahreszeit einen Hinweis geben: Im Frühjahr und Sommer – vor allem im Juni und Juli – tritt das Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii am häufigsten auf.

Später können Blutuntersuchungen oder Blutkulturen die Verdachtsdiagnose bestätigen. Etwa ab der zweiten Woche nach Krankheitsbeginn sind beim Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii bestimmte Antikörper im Blut nachweisbar.

Vom Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii bei der Diagnose abzugrenzen sind Masern, pfeiffersches Drüsenfieber und weitere Viruserkrankungen sowie eine Hirnhautentzündung (Meningitis).


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