Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Juli 2015)

Das Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Erkrankung, die fast ausschließlich in Amerika (USA, Kanada, Mexiko, Panama, Kolumbien, Costa Rica, Argentinien, Brasilien) verbreitet ist. Entsprechend ihrem Verbreitungsgebiet ist die Infektionskrankheit auch unter folgenden Bezeichnungen bekannt:

  • Felsengebirgs- oder Rocky-Mountain-Fleckfieber (engl.: Rocky Mountain spotted fever, RMSF) nach der im 19. Jahrhundert in Idaho, USA erfolgten Erstbeschreibung
  • amerikanisches Zeckenbissfieber
  • São-Paulo-Fieber
  • brasilianisches Fleckfieber
  • kolumbianisches Tobiafieber
  • Neue-Welt-Fleckfieber

Dass die neuweltliche Form von Zeckenbissfieber durch die Bakterienart Rickettsia rickettsii entsteht, entdeckte der amerikanische Pathologe Howard Taylor Ricketts im Jahr 1906 – seine Entdeckung führte zur Namensgebung des Bakteriums.

Das Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii zählt zu den sogenannten Rickettsiosen: Als Rickettsiose bezeichnet man jede durch Bakterien der Gattung Rickettsia verursachte Erkrankung. Die Übertragung der Rickettsien geschieht durch:

Mediziner unterteilen die verschiedenen Rickettsiosen beim Menschen in drei Gruppen:

  • Fleckfieber-Gruppe – Beispiel:
  • Zeckenbissfieber-Gruppe – Beispiele:
    • Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii
    • Mittelmeer-Zeckenbissfieber (Boutonneuse-Fieber)
    • Rickettsienpocken
  • Tsutsugamushi-Fieber-Gruppe – d.h.:

Häufigkeit

In den USA erkranken pro Jahr bis zu 6 von 1.000.000 Einwohnern am Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii. Der Hauptanteil der Betroffenen lebt in ländlichen Gegenden. Besonders häufig infizieren sich folgende Bevölkerungsgruppen:

  • Männer
  • Indianer
  • Personen über 40 Jahre

Das Zeckenbissfieber durch Rickettsia rickettsii tritt überwiegend im Frühjahr und im Sommer auf. Im Juni und Juli sind die Erkrankungszahlen am höchsten.


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