Zahnungsprobleme: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Bei Kindern, die Zahnungsprobleme haben, liegen die Ursachen im Mundraum: Die Milchzähne treten aus dem Kiefer hervor und "brechen" durch die Mundschleimhaut (sog. Zahndurchbruch). Das kann unangenehm sein und dem Säugling Schmerzen bereiten. Für gleichzeitig auftretende Probleme wie Durchfall, Fieber oder Hautausschläge sind die Ursachen nicht völlig geklärt. In Fachkreisen vermutet man ein zeitliches, zufälliges Zusammenspiel zwischen dem Zahnen und der Abnahme der mütterlichen Antikörper im Blut des Säuglings. Das Immunsystem des Säuglings ist dadurch geschwächt und reagiert sensibler auf Krankheitserreger.

In manchen Familien brechen die Milchzähne der Kinder gehäuft zu früh (z.B. schon kurz nach der Geburt) oder zu spät durch. Diese Zahnungsprobleme sind dann möglicherweise auf erbliche Ursachen zurückzuführen. Der verzögerte Zahndurchbruch hängt auch mit der Dauer der Schwangerschaft zusammen. Die Bildung der Zahnhartsubstanz beginnt bereits im Mutterleib und bedarf einer bestimmten Zeit, bis sie abgeschlossen ist. Kommt das Kind jedoch zu früh auf die Welt, verschiebt sich automatisch auch das Zahnen zeitlich nach hinten, da die Zähne noch nicht entsprechend entwickelt sind.

Sogenannte Durchbruchszysten entstehen als Flüssigkeitsansammlung aus den Zahnsäckchen, die jeden entstehenden Zahn im Kiefer des Kindes umgeben. Dies kann ebenfalls Zahnungsprobleme hervorrufen – die Ursachen für die Durchbruchszysten, die auch Eruptionszysten genannt werden, sind allerdings unklar. Ebenfalls nicht restlos geklärt ist die Ursache für Zahndurchbruchsgeschwüre. Diese Geschwüre können sich nach dem Durchtreten der mittleren Unterkiefer-Schneidezähne als kleine Wunde in der Mundschleimhaut zeigen.


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