Zahnungsprobleme: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Führen Zahnungsprobleme bei zahnenden Kindern zu starken Beschwerden, sollte man Maßnahmen ergreifen, welche die Schmerzen lindern. Dabei können pflanzliche Tinkturen (z.B. Kamille) und im Kühlschrank gekühlte Beißringe hilfreich sein. Beißringe können zum einen die Schmerzen lindern, indem sie die betroffene Stelle kühlen. Außerdem wird durch das darauf Herumkauen ein Druck erzeugt, der den Schmerz mildert. Aber Achtung: Die Beißringe dürfen nur im Kühlschrank gekühlt werden, nicht im Eisfach, um Erfrierungen zu verhindern.

Kommt es beim Zahnen zu allgemeinen körperlichen Beschwerden (z.B. Durchfall oder Fieber) ist vor allem wichtig, dass die Kinder genügend trinken. Wadenwickel und gegebenenfalls schmerzstillende und fiebersenkende Mittel können zum Einsatz kommen. Jedoch sollten Eltern auf jeden Fall den Kinderarzt aufsuchen, wenn die Zahnungsprobleme anhalten.

Vorsicht bei natürlichen Zahnungshilfen wie Bernsteinketten: Eine heilende Wirkung konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Hilfreich ist für das Baby vermutlich das Herumkauen auf dem harten Bernstein. Wenn sich die Steine lösen stellen sie aber ein Erstickungsrisiko dar. Außerdem sehen Experten eine Strangulationsgefahr in solchen Ketten.

Flüssigkeitsgefüllte Eruptionszysten (Durchbruchzysten), die beim Durchbruch der Zähne entstehen können, entleeren sich meist von selbst und heilen rasch ab. Nur in sehr seltenen Fällen muss der Zahnarzt die Zysten durch einen kleinen Eingriff öffnen.

Wenn Entzündungen oder Geschwüre an der Stelle des hervorkommenden Zahns auftreten, sollten Sie mit Ihrem Kind den Zahnarzt aufsuchen, damit er sich die entzündeten Stellen anschauen, die Zahnungsprobleme genau beurteilen und die entsprechende Therapie durchführen kann. Hat sich Eiter angesammelt, muss der Zahnarzt diesen eventuell durch einen kleinen Eingriff entfernen – ein anschließendes Antibiotikum kann dann sinnvoll sein.


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