Anzeige

Anzeige

Zahngranulome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. April 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Zahngranulome sind kleine Knötchen im Zahnbereich. Sie bestehen aus Entzündungszellen, die von einer Hautkapsel umgeben sind. Zahngranulome entstehen meist dann, wenn das Gewebe chronisch gereizt oder entzündet ist.

Ein entzündeter Zahn – häufig entsteht er durch einen unbehandelten Kariesbefall – ist eine typische Ursache für ein Zahngranulom. Häufig sind diese Granulome im Bereich der Zahnwurzelspitze (Apex) zu finden. Deshalb verwenden Mediziner auch die Begriffe Granuloma apicale oder Wurzelspitzengranulome. Diese circa linsengroßen Knötchen sind in der Regel von außen nicht zu erkennen. Mittels Röntgenaufnahme kann der Zahnarzt aber feststellen, ob sich an der Wurzelspitze ein Granulom befindet.

Neben den Wurzelspitzengranulomen können ähnliche Knoten auch im sichtbaren Zahnfleischbereich entstehen. Ursache für diese als Epulis bezeichneten Granulome sind ebenfalls dauerhafte Entzündungen. Sie können außerdem auch in der Schwangerschaft auftreten oder wenn zum Beispiel Druck durch eine Zahnprothese die Schleimhaut dauerhaft mechanisch reizt.

Anzeige

Typische Beschwerden, über die Patienten mit einem Zahngranulom klagen, sind Schmerzen. Epulis können außerdem leicht bluten. Wenn Zahngranulome länger bestehen bleiben und weiter an Größe zunehmen, können sie unter Umständen umliegendes Gewebe schädigen. Das führt dann in erster Linie zu zusätzlichen Schmerzen.

Im Rahmen der Therapie entfernt der Zahnarzt die Zahngranulome operativ und beseitigt zudem die auslösende Entzündung – zum Beispiel führt er eine Wurzelbehandlung durch oder entfernt die Spitze der entzündeten Zahnwurzel (sog. Wurzelspitzenresektion). Je nach Befund kann es auch sinnvoll sein, dass der Zahnarzt den gesamten Zahn zieht. In manchen Fällen entfernt er auch Teile des Zahnfleischs und des Kieferknochens, damit kein Granulomgewebe zurückbleibt. Meist ist das Problem damit behoben. Selten treten Zahngranulome an gleicher Stelle erneut auf – dann muss die Behandlung wiederholt werden. Zu den möglichen Komplikationen beim Wurzelspitzengranulom zählen Kieferzysten.

Anzeige

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige