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Zahnfleisch­entzündung (Gingivitis)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. September 2015)

© Jupiterimages/Pixland

Eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) entsteht meist durch Bakterien, die sich auf der Zahnoberfläche sammeln und zu entzündlichen Prozessen am Zahnfleisch führen. Diese äußern sich durch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten.

In der Mundhöhle befinden sich für gewöhnlich mehr als 500 Bakterienarten, die größtenteils harmlos sind. Wenn die Bakterien jedoch zu lange in der Mundhöhle verweilen, zum Beispiel durch mangelnde Mundhygiene, schließen sie sich zu einem Film zusammen (sog. Biofilm oder Plaque) und können dann zu einer Zahnfleischentzündung führen.

Durch leimähnliche Substanzen haften die Bakterien nicht nur aneinander sondern auch am Zahnfleisch fest, sodass sie sich nicht mehr durch einfaches Spülen oder Bürsten entfernen lassen. Der Biofilm schützt die Bakterien außerdem vor der körpereigenen Abwehr und vor Medikamenten. So können sie ungestört Giftstoffe freisetzen, die dann die Zahnfleischentzündung auslösen.

Unbehandelt kann sich eine Gingivitis zu einer Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis) entwickeln, die den Zahnbestand gefährden kann. Bei rascher Behandlung klingen die Beschwerden einer Zahnfleischentzündung aber im Allgemeinen innerhalb weniger Tage ab und sollten nach einiger Zeit ganz verschwinden.

Um eine Zahnfleischentzündung zu behandeln, sollte zunächst vorhandener Zahnbelag oder Zahnstein entfernt werden – meistens muss dies beim Zahnarzt geschehen, da sich Beläge durch einfaches Putzen schon nach wenigen Tagen nicht mehr lösen lassen.

Außerdem sind Mundspülungen mit bakterieneindämmenden Wirkstoffen wie Chlorhexidin sinnvoll. Da eine regelmäßige Zahnpflege bei der Behandlung und Vorbeugung einer Zahnfleischentzündung eine zentrale Rolle spielt, ist hierbei die Mitarbeit der Betroffenen stark gefragt.

In Deutschland zeigen mehr als 80 Prozent aller Erwachsenen Anzeichen einer Gingivitis.

Es blutet, schwillt, schmerzt.



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