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Zahnarztangst (Dentalphobie)

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (29. Januar 2014)

© Jupiterimages/Image Source

Für Menschen mit Zahnarztangst (Dentalphobie) ist jeder Zahnarztbesuch ein Horrorszenario: Die grelle Lampe blendet, ein weiß vermummter Mann beugt sich mit angestrengtem Gesicht über die Zähne und plötzlich jault ein Geräusch auf, dessen Ursprung – eine riesengroße rotierende Nadel – sich dem Gesicht gefährlich nähert und in der Mundhöhle verschwindet. Und ab jetzt heißt es nur noch: Zähne zusammenbeißen!

Ungefähr 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung geben an, Angst vorm Zahnarzt zu haben. Bis zu 20 Prozent haben eine überdurchschnittlich große Angst (sog. Dental- oder Oralophobie).

Im Volksmund ist der Begriff "Zahnarztangst" verbreiteter als "Dentalphobie". Die Bezeichnung "Zahnarztangst" ist aber genaugenommen nicht ganz korrekt, da sich die Dentalphobie nicht ausschließlich gegen den Zahnarzt richtet, sondern gegen die Zahnbehandlung und was damit verbunden ist. Zu den spezifischen Ängsten beim Zahnarztbesuch gehören zum Beispiel:

  • Vibration des Bohrers spüren
  • Bohrergeräusch
  • Betäubungsspritze sehen
  • Bohrer sehen

Die Angst vorm Zahnarzt stellt für einen Teil der Bevölkerung ein ernstzunehmendes Problem dar, das eine Therapie erfordert.

Die Dentalphobie ist grundsätzlich heilbar. Voraussetzung dafür ist, dass Betroffene erkennen, dass sie etwas gegen ihre Zahnarztangst tun können und Hilfe in Anspruch nehmen. Spezialisierte Zahnärzte bieten verschiedene Verfahren an, welche die Angst vorm Zahnarzt lindern können. Dazu gehören zum Beispiel verschiedene Entspannungsverfahren, Akupunktur oder Hypnose.

Ist eine zahnärztliche Behandlung dringend notwendig, können auch Medikamente gegen die Dentalphobie eingesetzt werden. Langfristig ist eine medikamentöse Therapie der Zahnarztangst aber nicht sinnvoll, da die ursprüngliche Angst weiterhin bestehen bleibt.

Wie eine Dentalphobie verläuft, ist davon abhängig, ob Betroffene Hilfe annehmen. Ohne eine entsprechende Behandlung kann die Zahnarztangst ein Leben lang anhalten – und verschiedene Folgen nach sich ziehen, etwa größere Schäden an den Zähnen, aber auch depressive Verstimmungen.

Mit einer angemessenen Therapie ist die Dentalphobie heilbar.



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