Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Dentalphobie ("Zahnarztangst") > Therapie

Forum

Zahnmedizin

Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser Forenexperte: Dr. med. dent. Peter Schmitz-Hüser Forum Zahnmedizin
Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Dentalphobie ("Zahnarztangst")

Methoden zur Entspannung

Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Dentalphobie (Angst vorm Zahnarzt) haben sich zur Therapie also psychotherapeutische Maßnahmen bewährt, vor allem die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie. Hierbei erlernt der Betroffene mit "Zahnarztangst", sich seiner Gedanken bewusst zu werden und im nächsten Schritt, das Denken, und damit auch die Angst, bewusst zu steuern und auf diese Weise Angstsituationen gelassener begegnen zu können. Die Ängste werden nach und nach gelöst, bauen sich also langsam ab.

Weiter kommen Entspannungsverfahren wie das Hören von entspannender Musik über Kopfhörer während der Behandlung, bei Dentalphobie in der Therapie zum Einsatz. Betroffene empfinden Schmerzen dadurch weniger stark. Manche Personen mit "Zahnarztangst" bevorzugen es, statt Entspannungsmusik ihre Lieblingsmusik zu hören – hier steht die Ablenkung von der Zahnbehandlung im Vordergrund. Diese akustische Beruhigung oder Ablenkung kann durch beruhigende Bilder unterstützt werden, die man über eine Videobrille sieht. Auch Duftstoffe können helfen, die Zahnbehandlung gelassener und durchzustehen. Manchen Betroffenen mit Dentalphobie helfen auch besondere Atemtechniken gegen ihre "Zahnarztangst".

Neben diesen Entspannungs- und Ablenkungsverfahren können bei Dentalphobie auch Methoden die Therapie unterstützen, welche die Schmerzempfindlichkeit herabsetzen. Etwa die Hypnose kann dabei helfen, das Betroffene weniger Schmerz empfinden. Hierbei werden in der Gedankenwelt mithilfe von Suggestion angenehme Vorstellungsbilder erzeugt. Der Zahnarzt, der Hypnose anbietet, versetzt den Patienten zunächst in eine leichte Trance. Der Arzt leitet die in Trance versetzte Person dazu an, die Zahnbehandlung vom Bewusstsein fernzuhalten beziehungsweise gar nicht erst in das Bewusstsein "hineinzulassen". Die Hypnose ist bei einer Dentalphobie eine sehr wirkungsvolle Therapie, das sie direkt angstlösend wirkt.

Akupunktur ist eine weitere geeignete Methode bei Dentalphobie (Angst vorm Zahnarzt): Die Akupunktur reduziert in der Therapie bei "Zahnarztangst" vor allem die Schmerzen.

Auch Medikamente können das Schmerzempfinden mildern. Dadurch ist es möglich, dringend notwendige Behandlungen bei Menschen mit "Zahnarztangst" durchzuführen. Langfristig sind Medikamente bei Dentalphobie aber nicht zur Therapie geeignet, da die Ängste in der Regel weiter bestehen.

Vollnarkose

Sind komplizierte, langwierige und unter Umständen schmerzhafte Zahnbehandlungen bei einem Patienten mit Dentalphobie unumgänglich, so kann in letzter Konsequenz auch eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose ratsam sein. Als gängige Methode der Angstbekämpfung ist diese Maßnahme jedoch nicht geeignet, da sich dadurch an der Angst an sich nichts ändert. Außerdem ist mit jeder Vollnarkose, die noch dazu eine aufwändige Prozedur zur Betäubung erfordert, ein gewisses Risiko verbunden, weswegen sie bei Menschen mit Dentalphobie als "Dauermethode" zur Therapie ungeeignet ist.

Weiterlesen: Dentalphobie ("Zahnarztangst"): Verlauf

Das könnte Sie auch interessieren

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen

Erfahren Sie im Überblick mehr psychische Erkrankungen wie Depressionen und Manie. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Leben mit Krebs

Leben mit Krebs

Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.