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Zähneknirschen (Bruxismus)

Zähneknirschen (Bruxismus): Therapie

Stand: 29. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Beim sogenannten Bruxismus – also Zähneknirschen und Zähnepressen – steht in der Regel keine ursächliche Therapie zur Verfügung. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Beschwerden des Zähneknirschens zu lindern und Folgeschäden zu vermeiden.

Durch den Zahnarzt speziell gefertigte Kunststoff-Schienen schützen die Zahnreihen und verhindern das Abschleifen der Zähne. Die durchsichtige Aufbiss-Schiene sollten die Betroffenen dabei nicht nur in der Nacht, sondern möglichst auch tagsüber tragen. Physiotherapeutische Übungen, Wärmebehandlung und Massagen helfen, die Kaumuskulatur zu entspannen.

Das ständige Bewusstmachen des Zähneknirschens und seine willentliche Unterdrückung können längerfristig Linderung bringen. Das Knirschen muss man sich sozusagen bewusst abgewöhnen. Je öfter sich der Betroffene selbst beobachtet und korrigiert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Problem fertig zu werden. Eine Art Kalender, in den man seine Knirschphasen einträgt, ist dabei sehr hilfreich. Auch können farbige Klebepunkte zum Beispiel auf dem Rand des Computer-Bildschirms, dem Fernseher oder auf dem Lenkrad einen Knirsch-Patienten daran erinnern, den Kiefer bewusst zu entspannen und locker zu lassen.

Die richtige Haltung der Kiefer zueinander ist die sogenannte Schwebehaltung. Die Kaumuskeln sind dabei entspannt und die Zähne des Ober- und Unterkiefers berühren sich nicht. Ihr Abstand beträgt zwei bis drei Millimeter. Nur beim Kauen haben die Zähne normalerweise Kontakt zueinander.

Wenn psychische Probleme die wahrscheinliche Ursache für Zähneknirschen oder Zähnepressen sind, so ist deren Therapie die beste Möglichkeit, auch den Bruxismus zu beenden. Im Gespräch mit einem Therapeuten schaffen es viele Menschen, ihre seelischen Probleme zu benennen und zu bearbeiten. Auch das Erlernen einer Entspannungstechnik wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Tai Chi oder Yoga kann dabei helfen, mit psychischen Belastungen ruhiger und entspannter umzugehen.

Weiterlesen: Zähneknirschen (Bruxismus): Verlauf

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