Wirbelsäulen­verletzung

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. August 2016)

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Eine Wirbelsäulenverletzung kann problemlos ausheilen – doch wenn auch das Rückenmark verletzt ist, können bleibende Lähmungen entstehen. Daher ist es bei Unfällen wichtig, immer an die Möglichkeit einer verletzten Wirbelsäule zu denken und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, damit sich bestehende Schäden nicht noch verschlimmern.

Meistens handelt es sich bei einer Wirbelsäulenverletzung um eine Verdrehung (Distorsion) der Wirbelsäule ohne Schäden an Knochen oder Rückenmark. Eine Rückenmarksverletzung liegt nur in 20 Prozent der Fälle vor.

Mögliche Ursachen für Rückenmarksverletzungen sind zum Beispiel Wirbelbrüche, bei denen sich Bruchstücke verschieben und das Rückenmark verletzen oder durchtrennen. Aber auch eine Wirbelsäulenverletzung ohne Knochenbeteiligung kann zur Rückenmarksverletzung führen – und zwar durch Erschütterung, Prellung oder Quetschung des Rückenmarks.

Jede Wirbelsäulenverletzung mit Beteiligung des Rückenmarks kann dessen Funktion einschränken und nachfolgend Lähmungen verursachen.

Meist verursachen Unfälle mit starker Gewalteinwirkung, zum Beispiel im Straßenverkehr oder bei risikoreichen Sportarten, eine Wirbelsäulenverletzung. Deutliche Symptome für ein Wirbelsäulentrauma sind plötzliche Rückenschmerzen, die je nach beteiligten Strukturen zusammen mit anderen Beschwerden auftreten: Ist das Rückenmark verletzt, treten Gefühlsstörungen (Sensibilitätsstörungen) auf – wie Taubheit, Kribbeln oder Lähmung im Bereich der Arme und Beine.

Bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung ist es unbedingt erforderlich, direkt am Unfallort lebensbedrohliche Zustände unter Kontrolle zu bringen und die Wirbelsäule für den Transport zu stabilisieren. Je nach Art der Verletzung besteht die spätere Behandlung in nicht-operativen Maßnahmen oder einer Operation. Wichtig ist auch eine Nachbehandlung der Rückenverletzung – sowohl in Form eine Physiotherapie als auch häufig in psychischer Hinsicht.

Die Prognose einer Wirbelsäulenverletzung ist von deren Art und Ausmaß abhängig; im schwerwiegendsten Fall – bei einer Rückenmarksdurchtrennung – bleiben die Betroffenen ihr Leben lang querschnittsgelähmt.


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