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Stand: 20. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Wirbelsäulenverletzung (Spinaltrauma) erfolgt im Anschluss an die konservative (d.h. nicht-operative) Therapie und die Operation immer eine Rehabilitation, deren Ausmaß von Fall zu Fall verschieden ist. In der Regel bestehen die Rehabilitationsmaßnahmen vor allem aus einer Physiotherapie: Wenn das Rückenmark nicht verletzt ist, sind nach einer gewissen Phase der Ruhigstellung rückenschonende Bewegungsabläufe hilfreich.
Bei einem Spinaltrauma mit anderen Verletzungsmustern wiederum kann die Lagerung in einem sogenannten Stufenbett Teil der Rehabilitation sein. Die hierbei eingenommene Rückenlage mit im 90-Grad-Winkel hochgelagerten Beinen entspannt und entlastet die Rückenmuskulatur und die Wirbelsäule. Der Raum zwischen den einzelnen Wirbelkörpern vergrößert sich. Gezielte krankengymnastische Übungen haben sich vor allem bei Muskelverspannungen und Fehlhaltungen, die durch eine schmerzbedingte Schonhaltung entstehen, als sinnvoll erwiesen. Lockernde Massagen in Verbindung mit Wärmebehandlungen können die Therapie der Wirbelsäulenverletzung ergänzen.
Bei einer schweren Wirbelsäulenverletzung mit Querschnittslähmung lernen die Betroffenen während der Rehabilitation durch eine Schulung, mit ihren neuen Lebensumständen zurechtzukommen. Im Vordergrund steht hierbei die Hilfe zur Selbsthilfe mit Rollstuhltraining, Bewegungsübungen und dem Erlernen von Abläufen des täglichen Lebens mit einer Behinderung.
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