Wirbelsäulen­verletzung: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. August 2016)

Eine Wirbelsäulenverletzung kann unterschiedliche Symptome verursachen – abhängig vom Ausmaß der Verletzung: Dieses reicht von einer eher harmlosen Verletzung der Muskulatur bis hin zu Wirbelkörperfrakturen (Wirbelkörperbrüche), bei denen sich Bruchstücke verschieben und das Rückenmark oder Nervenwurzeln beteiligt sein können.

Ein klassisches Symptom der Wirbelsäulenverletzung sind plötzlich einsetzende Rückenschmerzen, die typischerweise nach einem Trauma beziehungsweise einem Unfall auftreten.

Die häufigste Form von Wirbelsäulentrauma – eine Verdrehung (Distorsion) der Wirbelsäule ohne Beteiligung von Knochen oder Rückenmark – ist mit Weichteilverletzungen verbunden, deren einziges Anzeichen Schmerzen im Bereich der verletzten Wirbelsäule sind. Eine Wirbelsäulenverletzung kann aber auch völlig ohne Symptome ablaufen, wenn keine Wirbelbruchstücke verschoben und keine Nerven beteiligt sind.

Ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule ist häufig durch ein sogenanntes beschwerdefreies Intervall gekennzeichnet, was bedeutet: Erst nach mehreren Stunden oder Tagen ruft diese Wirbelsäulenverletzung Symptome hervor. Es tritt lediglich ein Druckschmerz, Klopfschmerz oder Stauchungsschmerz auf.

Eine besonders schwere Wirbelsäulenverletzung ist schon von außen zu erkennen: Dann kommt es zu einer sichtbaren Fehlstellung der Wirbelkörper; manchmal ist eine Lücke zwischen den einzelnen Dornfortsätzen zu ertasten. Unter Umständen ist die Rückenmuskulatur örtlich begrenzt verhärtet, was die Folge einer reflexbedingten Verspannung der Muskeln ist (sog. Muskelhartspann). Die Beweglichkeit des Rückens ist aufgrund der Schmerzen eingeschränkt.

Eine Wirbelsäulenverletzung mit Rückenmarksverletzung löst neurologische Symptome aus. Das bedeutet: Es kommt zu Gefühlsstörungen (Sensibilitätsstörungen) wie Taubheit, Kribbeln oder Lähmung im Bereich der Arme und Beine (Extremitäten). Ist das Rückenmark in bestimmten Segmenten durchtrennt, kann die Rückenverletzung zudem einen Kontrollverlust über Blase und Stuhlgang oder auch Kreislaufversagen nach sich ziehen.


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