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Wirbelkörperfraktur (Wirbelkörperbruch)

Veröffentlicht von: Till Hansmeier (29. November 2013)

Eine Wirbelkörperfraktur (Wirbelkörperbruch) ist eine spezielle Form der Wirbelfraktur (Wirbelbruch), bei welcher der Wirbelkörper beschädigt ist – die Wirbelbögen sind intakt.

Eine Wirbelkörperfraktur entsteht typischerweise durch starke Gewalteinwirkung, etwa durch Sport- oder Autounfälle. Ist die Knochenstruktur bereits geschädigt, zum Beispiel durch Osteoporose oder Krebs, kann ein Wirbel auch ohne äußere Einwirkung brechen. Rheumatische Erkrankungen können ebenfalls zu Wirbelfrakturen führen.

Um eine Wirbelkörperfraktur festzustellen, befragt der Arzt den Betroffenen zunächst zu seinen Beschwerden und ob es einen Auslöser für die Schmerzen gibt (z.B. Sport- oder Autounfall). Anschließend folgen verschiedene bildgebende Untersuchungsverfahren wie eine Röntgenuntersuchung, Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT).

Die Behandlung des Wirbelkörperbruchs stellt die Stabilität der Wirbelsäule wieder her, beugt Fehlbelastungen vor und lindert Schmerzen. Abhängig vom Ausmaß der Wirbelkörperfraktur entscheidet sich der Betroffene gemeinsam mit dem Arzt für eine konservative (ohne Operation) oder operative Behandlung. Wichtig ist außerdem, dass sich Betroffene möglichst früh wieder bewegen und durch Krankengymnastik ihre Beweglichkeit trainieren.

Wirbelkörperbrüche, bei denen das Rückenmark mit verletzt wurde, können zu Gefühlsstörungen, Lähmungen sowie Harn- und Stuhlinkontinenz führen und müssen möglichst schnell operiert werden.

Wie eine Wirbelkörperfraktur und andere Wirbelbrüche verlaufen, hängt unter anderem vom Ausmaß der Verletzung ab. Beginnt die Therapie rechtzeitig, kann ein Wirbelkörperbruch oft gut verheilen. Bei einer kompletten Querschnittslähmung sind die Heilungschancen dagegen weniger günstig.

Einem Wirbelbruch beziehungsweise einem Wirbelkörperbruch lässt sich durch entsprechendes Verhalten oftmals vorbeugen. Dazu gehören zum Beispiel Vorsichtsmaßnahmen beim Sport und im Straßenverkehr. Insbesondere wenn die Knochen durch Grunderkrankungen wie Osteoporose oder bestimmte Krebsarten gewächt oder vorgeschädigt sind, sollten die Betroffenen das Unfallrisiko gering halten. Außerdem empfiehlt es sich, die zugrunde liegenden Erkrankung bestmöglich und frühzeitig behandeln zu lassen – damit sinkt auch das Risiko für eine Wirbelkörperfraktur oder andere Komplikationen.






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