Wirbelkörperfraktur (Wirbelkörperbruch): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Januar 2015)

Bei Verdacht auf eine Wirbelkörperfraktur (Wirbelkörperbruch) steht am Beginn der Diagnose, wenn möglich, die Befragung des Betroffenen (Anamnese). Krankheits- beziehungsweise Unfallschilderung, Verletzungsmuster und Symptome geben dem Arzt wichtige erste Hinweise, wenn es bei Verdacht auf eine Wirbelkörperfraktur um die genaue Diagnose geht. Tritt bei der Untersuchung ein Druck-, Klopf- und Kompressionsschmerz an einer Stelle der Wirbelsäule auf, kann dies auf eine Wirbelkörperfraktur oder einen anderen Wirbelbruch hindeuten. Nach der körperlichen Untersuchung, bei welcher der Arzt auch die Nervenfunktionen überprüft (Bewegung, Gefühl, Organfunktionen), schließt sich eine Röntgenuntersuchung des verletzten Bereichs an, um bei einer Wirbelkörperfraktur die Diagnose zu sichern.

Auch aus sogenannten Funktionsaufnahmen lässt sich oft ableiten, ob es sich um eine Wirbelkörperfraktur handelt. Dabei röntgt der Arzt den verletzten Wirbelsäulenabschnitt in verschiedenen Positionen, um mögliche Instabilitäten zu erkennen. Bei bewusstlosen Patienten röntgt der Arzt die gesamte Wirbelsäule, um alle Wirbelkörper beurteilen zu können. Zeigt die Röntgenuntersuchung einen Bruch oder einen verdächtigen Befund, so schließt sich meist eine Computertomographie (CT) an. Diese gibt Auskunft darüber, ob der Rückenmarkskanal durch den gebrochenen Wirbelkörper oder andere Strukturen eingeengt wird. Mithilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT) kann der Arzt das Rückenmark, die Bandscheiben und Bänder beurteilen und dadurch weitere Hinweise auf die Ursache der Beschwerden und eine mögliche Wirbelkörperfraktur als Diagnose erhalten. Unter Umständen sind noch weitere Untersuchungen nötig.


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