Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Windpocken (Varizellen) > Verlauf

Forum

Kinderkrankheiten

Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Kinderkrankheiten

Foren-Login

Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren

Windpocken (Varizellen)

Windpocken (Varizellen): Verlauf

Stand: 1. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

In den meisten Fällen nimmt eine Infektion mit Windpocken (Varizellen) im Kindesalter einen komplikationslosen Verlauf und heilt folgenlos.

Recht häufig infizieren sich aufgeplatzte oder aufgekratzte Varizellen-Bläschen mit Bakterien (sog. bakterielle Superinfektion) – dies kann Narben hinterlassen. Salben (zur Juckreizlinderung) sollten bei Windpocken auf keinen Fall verwendet werden, da sich unter der relativ luftdichten Salbe auf der erkrankten Haut ein sehr guter Nährboden für solche Bakterien bildet.

Mögliche Komplikationen

In seltenen Fällen können bei Windpocken Komplikationen auftreten – sie betreffen häufiger Erwachsene, Schwangere und Säuglinge. Mögliche Komplikationen sind:

Windpocken in der Schwangerschaft

Eine Infektion mit Windpocken während der Schwangerschaft ist selten, da die meisten Menschen immun gegen das Virus sind. Erkrankt eine Schwangere trotzdem an Windpocken, überträgt sie das Virus in nur etwa einem Viertel der Fälle über den Mutterkuchen auf das Kind. Das Risiko, dass die Infektion das Kind schädigt (sog. fetales Varizellensyndrom), ist weitaus geringer als das Risiko einer Übertragung: Es beträgt bis zur 13. Schwangerschaftswoche (SSW) weniger als ein Prozent, in der 13. bis 20. SSW zwei Prozent und liegt danach nahezu bei null (ausgenommen die Zeit um die Geburt). Prinzipiell sollten Schwangere, die nicht gegen Varizellen immun sind, den Kontakt mit infizierten Personen meiden.

Menschen, die nicht geimpft sind, oder die laut Labortests noch keine Windpocken-Erkrankung durchgemacht haben, also keine Antikörper gegen das Varizellen-Virus besitzen, heißen in der Fachsprache "seronegativ". Eine seronegative Schwangere, die Kontakt zu einem Varizellen-Erkrankten hatte, sollte möglichst schnell Antikörper bekommen – dies gilt für die gesamte Dauer der Schwangerschaft. Ziel ist es, sowohl der Mutter als auch dem Kind eine Erkrankung und mögliche Komplikationen zu ersparen. Der Fachbegriff für die Antikörpergabe nach Kontakt zu einem Erkrankten lautet Immunprophylaxe, passive Impfung oder postexpositionelle Prophylaxe.

Windpocken in der Schwangerschaft können besonders dann problematisch sein, wenn eine Frau in den letzten Tagen vor der Geburt erkrankt: Entwickelt eine werdende Mutter in einem Zeitraum von fünf Tagen vor bis zu zwei Tagen nach der Entbindung Windpocken-Symptome, besteht für das Neugeborene ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Ursache ist, dass der kurze Zeitraum bis zur Geburt für die Mutter nicht reicht, um genug schützende Antikörper herzustellen und auf das Kind zu übertragen. Das unreife Abwehrsystem des Neugeborenen ist nicht in der Lage, die Varizellen ausreichend zu bekämpfen, sodass sie häufiger schwer und mit Komplikationen verlaufen.

In solchen Fällen ist für das Neugeborene eine passive Impfung mit Antikörpern besonders wichtig und dringlich.

Weiterlesen: Windpocken (Varizellen): Verlauf – Prognose

Das könnte Sie auch interessieren

Mein Kind

Mein Kind

Erfahren Sie im Ratgeber Mein Kind mehr über alle wichtigen Themen rund um Ihr Kind. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche

Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.