Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Windeldermatitis

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (30. Oktober 2013)

Die Windeldermatitis ist ein im Bereich der Windel auftretender entzündlicher Ausschlag (Dermatitis = Hautentzündung). Fast jedes Baby entwickelt mindestens einmal einen solchen Windelausschlag. Das liegt daran, dass die Haut im Windelbereich ständig mit Urin und Stuhl in Kontakt kommt und dadurch schnell gereizt ist.

Eine Windeldermatitis entwickelt sich aufgrund mehrerer Faktoren. Eine wichtige Rolle spielt Ammoniak aus dem Harn: Ist die Windel bereits seit einer Weile voll, spaltet sich dieses beißende Gas aus dem im Harn enthaltenen Harnstoff ab, reizt die Haut und greift ihren natürlichen Säureschutzmantel an. Die permanenten Hautreizungen und das in der Windel herrschende feuchtwarme Klima begünstigen die Besiedelung durch Bakterien und Pilze, hauptsächlich durch den Hefepilz Candida albicans. Darum ist eine Windeldermatitis oft mit einer Infektion verbunden.

Typische Anzeichen für die Windeldermatitis sind Entzündungserscheinungen wie eine gerötete, geschwollene und nässende Haut sowie Bläschen, Pusteln, Krusten und Schuppen, die sich vom Gesäß in Richtung Genitalien, Unterbauch und Oberschenkelinnenseite ausbreiten und im feuchtwarmen Windelklima schlecht abheilen. Bei einer Windeldermatitis kann das Einnässen starke Schmerzen bereiten. Bei einer besonders schweren Windeldermatitis öffnen sich die Pickel oder Bläschen des Ausschlags und beginnen zu bluten.

Von einer Windeldermatitis sind vorwiegend Wickelkinder betroffen. Bei Erwachsenen, die aufgrund einer Harninkontinenz oder Stuhlinkontinenz Windeln tragen, kann sich der Hautausschlag jedoch auch bilden.

Das Bild zeigt eine Windeldermatitis.

Ein Baby mit Windeldermatitis. (© Neufried/OKAPIA)

In erster Linie zielt die gegen eine Windeldermatitis eingesetzte Therapie darauf ab, die Haut trocken zu halten: Wechseln Sie häufig die Windeln und verwenden Sie eine Wundschutzcreme, entzündungshemmende Salben oder Pasten oder ein Puder. Achtung: Babys dürfen den Puderstaub auf keinen Fall einatmen! Wenn Ihr Kind zu Windeldermatitis neigt, ist es ratsam, bereits vorbeugend eine Wundschutzcreme zu verwenden.






Anzeige