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Windeldermatitis

Stand: 20. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Fast jedes Kind im Säuglingsalter entwickelt mindestens einmal eine Windeldermatitis, das heißt einen entzündlichen Ausschlag im Bereich der Windel. Der Grund hierfür ist, dass die Haut im ständig mit Urin und Stuhl in Kontakt kommenden Windelbereich sehr schnell gereizt ist.

Die ständigen Hautreizungen und das in der Windel herrschende feuchtwarme Klima begünstigen die Besiedelung durch Bakterien und Pilze, hauptsächlich durch den Hefepilz Candida albicans. Die Windeldermatitis äußert sich durch Entzündungserscheinungen wie gerötete und geschwollene Haut, Bläschenbildung, Pustelbildung, Nässen, Krustenbildung und Schuppung, die sich vom Gesäß in Richtung Genitalien, Unterbauch und Oberschenkelinnenseite ausbreiten und im feuchtwarmen Windelklima schlecht abheilen. In besonders schweren Fällen öffnen sich die Pickel oder Bläschen des Ausschlags und beginnen zu bluten.

Vorwiegend tritt die Windeldermatitis bei Kindern auf. Doch auch bei Erwachsenen, die aufgrund einer Harninkontinenz oder Stuhlinkontinenz Windeln tragen, kann sich der Hautausschlag bilden. Zur Therapie wie auch zur Prophylaxe einer Windeldermatitis ist es in erster Linie hilfreich, die Haut trocken zu halten. Es ist wichtig, die Windeln häufig zu wechseln, eine Schutzcreme, entzündungshemmende Salbe oder Paste aufzutragen und die Behandlung der Windeldermatitis auf den Erreger abzustimmen.

Weiterlesen: Windeldermatitis: Definition

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