Startseite > Krankheiten > Windeldermatitis > Ursachen
Stand: 26. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Windeldermatitis hat ihre Ursachen vor allem darin, dass durch die Windel Feuchtigkeit und Wärme im Gesäßbereich angestaut sind: Zum einen begünstigen diese Faktoren die Vermehrung der Mikroflora (Keime) im Windelbereich, zum anderen schädigen sie die Hornschichtbarriere der Haut: Dadurch können aggressive, giftige (toxische) Substanzen aus dem Stuhl-Urin-Gemisch leichter in die Haut eindringen und eine Entzündung der Haut auslösen.
Beim längeren Tragen einer vollen Windel spaltet sich aus dem im Harn enthaltenen Harnstoff beißendes Ammoniak ab. Dies reizt die Haut und beeinträchtigt ihren natürlichen Säureschutzmantel, weil das Ammoniak den pH-Wert leicht in den basischen Bereich verschiebt. Die Haut ist wund – und einer Windeldermatitis ist Tür und Tor geöffnet. Als weitere Ursachen für eine vorgeschädigte Haut (v.a. bei der sehr zarten Babyhaut) kommen auch mechanische Reize (scheuernde Windel), Durchfallerkrankungen, bestimmte Ernährungsfaktoren beim Säugling oder bei der stillenden Mutter, Allergien (z.B. gegen das Windelmaterial), die Einnahme von Antibiotika und eine allgemeine Abwehrschwäche infrage.
Während eine intakte Haut für Erreger jeder Art schwer angreifbar ist, ist die vorgeschädigte Haut im Windelbereich anfälliger für Erreger. Daher findet sich bei einer Windeldermatitis oft eine Infektion: Ursachen hierfür können Bakterien (häufig Staphylococcus aureus) und Pilze sein (meist der Pilz Candida albicans: dann spricht man auch von Windelsoor). Die Infektion löst eine Abwehrreaktion des Körpers aus, deren Symptome je nach ursächlichem Erreger unterschiedlich sein können.
Weiterlesen: Windeldermatitis: Symptome
Erfahren Sie im Ratgeber Mein Kind mehr über alle wichtigen Themen rund um Ihr Kind. mehr ...
Im Themenspecial finden Betroffene und Angehörige Informationen zu modernen Therapieformen sowie zur aktuellen Krebsforschung. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.