Wilms-Tumor (Nephroblastom): Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

Ein Wilms-Tumor (Nephroblastom) kann im Verlauf große Ausmaße annehmen. Der Tumor, der vorwiegend im Kindesalter auftritt, kann dabei innerhalb der Nierenvenen bis in die untere Hohlvene hineinwachsen. Mediziner sprechen dann von einem Tumorzapfen in diesem Blutgefäß.

Wilms-Tumoren können darüber hinaus "streuen". Das heißt, das Nephroblastom bildet Tochtergeschwulste (Metastasen) in den Lymphknoten entlang der großen Bauchgefäße, also der Hauptschlagader (Aorta) und der unteren Hohlvene. Metastasen können aber auch in der Lunge vorkommen.

In vielen Fällen hat der Wilms-Tumor eine gute Prognose. Wird das Nephroblastom, das in der Regel Kinder und Jugendliche befällt, in einem frühen Stadium erkannt und behandelt, können langfristig über 90 Prozent der Erkrankten überleben. Eine regelmäßige Kontrolle ist aber sehr wichtig, um Tochtergeschwulste (Metastasen) und das Wiederkehren des Krebses (sog. Rezidiv) frühzeitig festzustellen. Dazu sind sogenannte bildgebende Untersuchungen wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) während der ersten zwei Jahre nach Abschluss der Therapie notwendig.

Vorbeugen

Es gibt bisher keine Möglichkeiten, die einem Wilms-Tumor (Nephroblastom) vorbeugen, denn die Ursachen für diese Krebserkrankung sind weitgehend unbekannt.

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind eine Schwellung im Bauchraum hat, die nicht schmerzt, sollten Sie die Ursache für dieses Symptom durch einen Arzt abklären lassen – insbesondere dann, wenn bei Ihrem Kind erblich bedingte Fehlbildungen (z.B. am Auge) bekannt sind.

Nach einer erfolgreichen Therapie sind regelmäßige Nachuntersuchungen wichtig, um frühzeitig festzustellen, ob der Tumor zurückgekehrt ist.


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