Wilms-Tumor (Nephroblastom): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Februar 2016)

Der Wilms-Tumor (Nephroblastom) ist ein bösartiger Tumor der Niere. Der Name stammt von seinem Entdecker, dem deutschen Chirurgen Max Wilms (1867-1918). Diese Krebserkrankung befällt vorwiegend Kinder und tritt nur sehr selten im Erwachsenenalter auf. Verglichen mit Krebserkrankungen wie Leukämie oder Hirntumoren kommt der Wilms-Tumor aber auch im Kindesalter seltener vor. Der Wilms-Tumor ist allerdings die häufigste Form von Nierenkrebs bei Kindern.

Der Wilms-Tumor wächst sehr schnell und bildet frühzeitig Tochtergeschwulste (sog. Metastasen). Dennoch ist die Prognose des Wilms-Tumors (Nephroblastom) bei frühzeitiger Therapie gut.

Häufigkeit

Die meisten der von einem Wilms-Tumor betroffenen Patienten sind jünger als fünf Jahre. Mädchen erkranken dabei etwas häufiger als Jungen.

Das Nephroblastom tritt gehäuft gemeinsam mit angeborenen Fehlbildungen (z.B. der Harnröhre oder des Auges) auf. Selten kann dieser Tumor auch beide Nieren gleichzeitig befallen.

Ursachen

Beim Wilms-Tumor (Nephroblastom) sind die Ursachen im Einzelnen noch nicht geklärt. Man vermutet jedoch einen starken Einfluss genetischer Faktoren. Ein wichtiger Hinweis auf genetisch bedingte Ursachen ist dabei die Tatsache, dass der Wilms-Tumor oft gemeinsam mit angeborenen Fehlbildungen auftritt. Den betroffenen Kindern fehlt am Auge zum Beispiel die Regenbogenhaut (Iris). Wissenschaftler vermuten, dass Veränderungen in einem bestimmten Bereich der Erbinformationen – dem Chromosom 11 – begünstigen, dass ein Nephroblastom entsteht.


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