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Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. September 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Wer eine Weitsichtigkeit (bzw. Hyperopie oder auch Hypermetropie) hat, kann bei entspanntem Auge alles nur unscharf sehen. In der Regel macht sich diese Sehschwäche nur bei stärkerer Ausprägung oder im höheren Alter bemerkbar.

Eine Weitsichtigkeit kann zwei Ursachen haben; entsprechend unterscheidet man zwei Formen von Hyperopie:

  • Achsenhyperopie: Diese wesentlich häufigere Form der Weitsichtigkeit entsteht dadurch, dass das Auge von der Hornhaut bis zur Netzhaut im Verhältnis zu seiner Brechkraft zu kurz ist.
  • Brechungshyperopie: Die seltenere Form der Weitsichtigkeit ist dadurch bedingt, dass die Brechkraft bei normaler Augenlänge zu gering ist.

Bei beiden Formen von Weitsichtigkeit liegt der Brennpunkt parallel einfallender Lichtstrahlen hinter der Netzhaut, weshalb das entspannte Auge unscharf sieht. Wenn diese Hyperopie nicht allzu stark ist, wirkt sie sich bei Kindern und jungen Menschen kaum auf die Sehschärfe aus:

Kinder und Jugendliche, die weitsichtig sind, können ihre Fehlsichtigkeit sehr lange Zeit ausgleichen, indem sie eine verstärkte Naheinstellung vornehmen und so die Brechkraft ihrer Augen anpassen (sog. Akkommodation).

Doch auch wem es gelingt, trotz Weitsichtigkeit scharf zu sehen, dem können infolge der ständigen Akkommodation Beschwerden blühen, denn: Durch die hiermit verbundene Überanstrengung löst eine Weitsichtigkeit oft Symptome wie Augenschmerzen, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen und rasche Ermüdbarkeit aus. Ob hinter solchen Beschwerden eine Hyperopie steckt, kann eine Brechkraftbestimmung (Refraktionsbestimmung) des Auges durch einen Augenarzt oder Optiker zeigen.

Verzerrte Bilder

Die Behandlung einer Weitsichtigkeit besteht darin, den für die Sehschwäche verantwortlichen Brechungsfehler zu korrigieren: Hierzu eignen sich wie bei anderen Fehlsichtigkeiten (z.B. Kurzsichtigkeit) eine Brille oder Kontaktlinsen. Wer weitsichtig ist, kann aus kosmetischen Gründen auch eine Korrektur der Hyperopie durch Lasern oder andere Verfahren der refraktiven Chirurgie wünschen. Es ist allerdings zu bedenken, dass infolge einer Augenlaser-Behandlung – wenn auch selten – Komplikationen auftreten können.



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