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Forum Krebserkrankungen
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Stand: 27. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Unter einem Weichteiltumor versteht man eine vom Weichteilgewebe (z.B. Binde-, Nerven- oder Muskelgewebe) ausgehende Geschwulst. Es gibt gutartige und selten auch bösartige Weichteiltumoren – sogenannte Weichteilsarkome (Weichteilkrebs).
Welche Ursachen einem Weichteiltumor zugrunde liegen, ist bisher nicht genau geklärt. Mögliche Risikofaktoren für bösartige Weichteiltumoren (Weichteilsarkome) sind Kontakt mit Asbest, Dioxin oder Vinylchlorid. Zudem treten Weichteilsarkome häufiger bei Menschen auf, die in ihrer Kindheit wegen anderer Krebserkrankungen eine Strahlentherapie erhalten hatten.
Das wichtigste Symptom eines Weichteiltumors ist eine anfangs schmerzlose Schwellung. Um einen Weichteiltumor festzustellen, nutzt der Arzt bildgebende Verfahren – zum Beispiel eine Computertomographie (CT). Außerdem entnimmt er eine Gewebeprobe (Biopsie).
Die unterschiedlichen Weichteiltumoren sind meistens benannt nach Ihrem Entstehungsort. So bezeichnet man einen gutartigen Weichteiltumor des Fettgewebes zum Beispiel als Lipom oder einen Tumor im Bindegewebe als Fibrom. Die bei Erwachsenen seltenen bösartigen Formen dieser Weichteiltumoren nennt man in diesem Fall Liposarkom (Fettgewebe) und Fibrosarkom (Bindegewebe). Bei Kindern treten bösartige Weichteiltumoren häufiger auf.
Gutartige Weichteiltumoren benötigen meist keine Behandlung. Sollten Sie aber durch Größe und Lage Probleme verursachen oder den Patienten anderweitig beeinträchtigen, kann ein Arzt die Tumoren durch eine Operation entfernen
Die Behandlung von bösartigen Weichteilsarkomen sollte in spezialisierten Zentren erfolgen und individuell auf den Betroffenen abgestimmt sein. Sie besteht aus der Kombination von Operation, Strahlentherapie und/oder Chemotherapie.
Es gibt keine speziellen Maßnahmen, um die Entstehung eines Weichteiltumors zu verhindern. Wenn möglich, sollten Sie darauf achten, unnötige Strahlenbelastungen und den Kontakt mit krebsauslösenden Stoffen wie Asbest oder Dioxin zu vermeiden.
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