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Wechseljahre (Klimakterium)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (26. Mai 2015)

© Getty Images

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind keine Krankheit, sondern eine natürliche Phase im Leben, die jede Frau ab einem gewissen Alter durchläuft. Trotzdem können die Wechseljahre Symptome auslösen, die teils eine Behandlung nötig machen.

Während der Wechseljahre tritt die Frau von der Phase der Geschlechtsreife ins sogenannte Senium (Alter) über. Bei den meisten Frauen erstreckt sich das Klimakterium über den Zeitraum zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr. Im Laufe der Wechseljahre stellen sich die Hormone der Frau um:

  • Der Körper bildet während der Wechseljahre stetig immer weniger Östrogene (weibliche Geschlechtshormone).
  • Dadurch treten die Monatsblutungen immer seltener auf,
  • bis es schließlich zur letzten Regelblutung kommt – der sogenannten Menopause.

Der Östrogenmangel kann sich durch Wechseljahrsbeschwerden bemerkbar machen: Typische Symptome für die Wechseljahre der Frau sind beispielsweise Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schwindel. Die meisten Frauen benötigen aber keine Behandlung: Etwa ein Drittel aller Frauen bleibt während der Wechseljahre ohne Beschwerden, während ein weiteres Drittel der über 50-jährigen Frauen leichte Probleme entwickelt. Nur beim letzten Drittel verläuft das Klimakterium mit sehr starken Beschwerden, sodass eine Behandlung sinnvoll ist.

Um starke Wechseljahresbeschwerden zu lindern, kommen in erster Linie Hormonpräparate mit Östrogenen und/oder Gestagenen zum Einsatz: Diese sogenannte Hormontherapie (manchmal auch – missverständlich – Hormonersatztherapie genannt) ist bisher das wirksamste Mittel gegen im Klimakterium auftretende Beschwerden. In manchen Fällen kommt eine solche Therapie während der Wechseljahre jedoch nicht infrage, unter anderem bei:

Durch die Hormonbehandlung kann es zu Nebenwirkungen kommen – deswegen sollte die Frau gemeinsam mit dem Arzt beraten, welches Vorgehen gegen die Beschwerden der Wechseljahre für sie am besten geeignet ist. Während einer Hormontherapie empfehlen sich regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt.

Auf Dauer führt der für die Wechseljahre typische Östrogenmangel bei der Frau zu Veränderungen im Körper: Vor allem die Gebärmutter, die Scheide, die Vulva und die Brustdrüsen bilden sich mehr oder weniger stark zurück beziehungsweise beginnen zu schrumpfen. Außerdem verändern sich im Klimakterium Haut und Schleimhäute: Die Haut wird zunehmend dünner und weniger elastisch. Dies kann Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) verursachen.

Ohne Behandlung entwickelt sich im Verlauf der Wechseljahre bei etwa einer von vier Frauen eine Osteoporose (Knochenschwund). Mithilfe der Hormontherapie kann man diesen Folgen des Klimakteriums jedoch zumindest teilweise entgegenwirken.



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