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Wechseljahre (Klimakterium)

Wechseljahre (Klimakterium): Symptome

Stand: 20. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Wechseljahre (Klimakterium) äußern sich durch Symptome, die vor allem auf einen Mangel an Östrogenen (weibliche Geschlechtshormone) zurückzuführen sind. Frauen reagieren individuell sehr unterschiedlich auf diese Veränderung: Bei etwa einem Drittel der Frauen verlaufen die Wechseljahre ohne Beschwerden. Bei einem weiteren Drittel treten im Klimakterium leichte Symptome auf, welche die Frauen jedoch nicht als behandlungsbedürftig empfinden. Beim letzten Drittel sind die typischen Wechseljahresbeschwerden stark ausgeprägt.

Etwa zwei bis sieben Jahre vor der letzten Regelblutung (Menopause) kündigt sich die erste Phase der Wechseljahre – die sogenannte Prämenopause – gewöhnlich durch Zyklusstörungen an: Meist sind die Zyklen verkürzt und die Blutungen stärker. Typisch für den bevorstehenden Eintritt ins Klimakterium ist hierbei eine Dauerblutung, die mehrere Wochen andauern kann. Mediziner sprechen hier von einer klimakterischen Dauerblutung. Mit dem Übergang in die Prämenopause sind die Regelblutungen dann zunehmend seltener und kürzer; der Eisprung bleibt häufig ganz aus.

Zu Beginn der Wechseljahre stehen bei den betroffenen Frauen meist Beschwerden, die das vegetative Nervensystem betreffen, und psychische Symptome im Vordergrund. Im weiteren Verlauf des Klimakteriums können zum Beispiel auch Veränderungen an den Geschlechtsorganen hinzukommen. Die für die Wechseljahre typischen Beschwerden fasst man auch unter dem Begriff klimakterisches Syndrom zusammen. Zum klimakterischen Syndrom gehören Symptome wie:

Die vegetativen Symptome der Wechseljahre (wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Herzrasen) entstehen durch Veränderungen im Bereich des vegetativen Nervensystems. Dieses regelt lebenserhaltende Funktionen wie Atmung, Verdauung, Stoffwechsel und Wasserhaushalt. Für die Veränderungen im Klimakterium ist vor allem der Ausfall der Östrogenbildung verantwortlich: Die fehlenden Hormone machen das vegetative Nervensystem leichter erregbar.

Im Verlauf der Wechseljahre treten häufig auch folgende Symptome auf:

Der für die Wechseljahre typische Östrogenmangel führt auf Dauer auch zu körperlichen Veränderungen. Besonders die Gebärmutter (Uterus), die Scheide (Vagina), die Vulva und die Brustdrüsen bilden sich in den Wechseljahren zurück beziehungsweise beginnen zu schrumpfen. Außerdem verändern sich im Klimakterium Haut und Schleimhäute (u.a. von Vulva und Scheide) bei der Frau: Die betroffene Haut wird dünner und weniger elastisch. Als Folge kann es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) kommen.

Weiterlesen: Wechseljahre (Klimakterium): Diagnose

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