Wechseljahre (Klimakterium): Diagnose

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (19. Januar 2017)

Ob die Wechseljahre (Klimakterium) bei einer Frau begonnen haben, lässt sich leicht feststellen. Entscheidend für die Diagnose sind die Beschwerden und das Alter der Frau sowie eine gynäkologische Untersuchung. Die letzte spontan von den Eierstöcken gesteuerte Menstruationsblutung (die sog. Menopause) lässt sich rückblickend diagnostizieren, wenn die letzte Blutung ein Jahr zurückliegt.

Treffen mehrere der folgenden Punkte gleichzeitig zu, kann dies ein Anzeichen für die Wechseljahre sein:

Um die Wechseljahre zu diagmostizieren, kann auch eine Blutuntersuchung hilfreich sein, bei der man die Konzentration verschiedener weiblicher Geschlechtshormone bestimmt – wie FSH (follikelstimulierendes Hormon) und das zu den Östrogenen gehörende Estradiol. Estradiol ist unter anderem für das regelmäßige Eintreten der Menstruationsblutung verantwortlich. Die Hormonspiegel zeigen im Klimakterium eine typische Veränderung:

  • Estradiol nimmt ab,
  • FSH nimmt zu.

Typische Hormonwerte nach der Menopause

Hormon Konzentration im Blut
Follikelstimulierendes Hormon (FSH) > 50 mIE/ml
Luteinisierendes Hormon (LH) 20 bis 100 mIE/ml
Estradiol 5 bis 20 pg/ml
Estron < 40 pg/ml
Progesteron < 1 ng/ml
Testosteron < 0,8 ng/ml

Erklärung: IE = Internationale Einheit (= IU, International Unit); mIE/ml = IE/l
ml = Milliliter
ng = Nanogramm (10-9 Gramm, 1 Milliardstel Gramm)
pg = Pikogramm (10-12 Gramm, 1 Billionstel Gramm)


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