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Wechseljahre (Klimakterium): Definition

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Die Wechseljahre (Klimakterium) stellen per Definition die gesamte Übergangsphase vom Ende der vollen Geschlechtsreife bis zum sogenannten Senium (Alter) der Frau dar. Diese Übergangsphase beginnt ein paar Jahre vor der letzten Regelblutung – der sogenannten Menopause. Durchschnittlich erstreckt sich das Klimakterium etwa über den Zeitraum vom 45. bis zum 70. Lebensjahr.

Menopause

Mediziner teilen die Wechseljahre in verschiedene, einander überlappende Phasen ein. Dabei ergeben sich die Fachbegriffe aus dem zeitlichen Verhältnis zur letzten Regelblutung, der Menopause – "prä" heißt vor der letzten Regelblutung, "post" danach und "peri" bezeichnet den Zeitraum um die Menopause herum:

  • Prämenopause: Die Prämenopause bezeichnet den Zeitraum 2 bis 7 Jahren vor der Menopause. Die Regelblutungen werden unregelmäßig, es treten unter Umständen leichte Wechseljahresbeschwerden auf.
  • Menopause: Die Menopause ist die letzte spontan von den Eierstöcken gesteuerte Menstruationsblutung, nach der keine weitere Blutung mehr erfolgt. Sie findet durchschnittlich im Alter von 51 Jahren statt.
  • Postmenopause: Die Postmenopause ist der Zeitraum nach der Menopause. Die Postmenopause dauert etwa 10 bis 15 Jahre und endet mit dem Eintritt ins sog. Senium (Alter) etwa im 70. Lebensjahr.
  • Perimenopause: Die Perimenopause umschreibt den Zeitraum etwa 2 Jahren vor und nach der Menopause, also im Allgemeinen etwa zwischen dem 49. und 53. Lebensjahr.

Durchschnittlich dauert das Klimakterium etwa 10 bis 15 Jahre. In den verschiedenen Übergangsphasen verändert sich der Hormonspiegel der weiblichen Geschlechtshormone stetig. Dies kann zu Beschwerden führen, die man unter dem Begriff klimakterisches Syndrom zusammenfasst.

Häufigkeit

Unter den verschiedenen Anzeichen der Wechseljahre treten am häufigsten Beschwerden auf, die durch eine Verengung oder Erweiterung der Blutgefäße entstehen:

Bei mehr als der Hälfte der Frauen stellt sich im Lauf der ersten zwei Jahre nach der Menopause ein erhöhter Blutdruck ein.

Das Bild zeigt eine ältere Frau.

Vor allem nach der Menopause stellen viele Frauen bei sich Anzeichen für die Wechseljahre fest. Etwa ein Drittel der Frauen bleibt im Klimakterium jedoch völlig beschwerdefrei. Bei einem weiteren Drittel treten in den Wechseljahren zwar Beschwerden auf, die betroffenen Frauen empfinden diese jedoch nicht als behandlungsbedürftig. Beim letzten Drittel der Frauen sind die typischen Wechseljahresbeschwerden so stark, dass medizinische Hilfe erforderlich ist.

Weiterlesen: Wechseljahre (Klimakterium): Ursachen

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