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Stand: 15. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn ein ansonsten gesunder Menschen Wadenkrämpfe hat, zielt die ärztliche Therapie darauf ab, die Krampfursache abzustellen. Häufig bestehen ärztliche Maßnahmen gegen Wadenkrämpfe darin, Magnesiumtabletten zu verabreichen. Normalerweise empfiehlt es sich, dazu zwischen 200 und 400 Milligramm Magnesium als Tagesdosis einzunehmen. Bei einer derartigen Dosierung treten in der Regel keine Nebenwirkungen auf. Wenn Sie das Magnesium jedoch langfristig einnehmen, stimmen Sie dies besser mit dem behandelnden Arzt ab.
Vorsicht ist bei der Magnesium-Therapie geboten, wenn Ihre Nierenfunktion gestört ist. Außerdem ist es wichtig, auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu achten: Nehmen Sie neben dem Magnesium gegen die Wadenkrämpfe am selben Tag noch andere Arzneimittel ein (v.a. Eisen-, Natriumfluoridpräparate, Tetracycline, Digoxin oder Isoniazid), tun Sie dies nicht gleichzeitig, sondern zeitlich versetzt zum Magnesium.
Gegen nächtliche Wadenkrämpfe kann auch eine Therapie mit Chinin helfen. Die Wirkung von Chinin, das auch als ärztliche Maßnahme gegen Malaria zum Einsatz kommt, setzt direkt an den Muskelzellen an: So kann Chinin den Wadenkrampf lösen und den Schmerz lindern. Das Mittel wirkt auch vorbeugend gegen Wadenkrämpfe, da es die Krampfneigung senkt.
Haben Sie sehr oft – zum Beispiel jede Nacht – einen Wadenkrampf, ist eine ärztliche Abklärung der genauen Ursache für die Wadenkrämpfe ratsam, denn: Wenn die Muskelkrämpfe das Symptom einer anderen Erkrankung sind, richten sich die Therapie-Maßnahmen nach dieser Grunderkrankung.
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