Startseite > Krankheiten > Wadenkrämpfe > Diagnose
Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
In den meisten Fällen gelingt es bereits anhand der typischen Beschwerden, Wadenkrämpfe zu diagnostizieren. Für die Diagnose ist es von besonderem Interesse, in welchen Situationen es zum Krampf in der Wade kommt. Weitere wichtige Fragen sind, ob Wadenkrämpfe in der Familie häufiger vorkommen und ob die Betroffenen zurzeit Medikamente einnehmen. Möglicherweise erfolgt eine Blutuntersuchung, um die Elektrolytwerte (wie Kalzium, Magnesium) sowie Blutzucker, Schilddrüsenhormone, Nierenwerte oder Leberwerte zu bestimmen. Ergibt eine körperliche Untersuchung Hinweise auf neurologische Probleme, sind diese weiter abzuklären.
Wenn ein scheinbarer Wadenkrampf vorbei ist, die Schmerzen in den Waden danach aber länger anhalten, ist es wichtig, bei der Diagnose andere Ursachen für die Schmerzen auszuschließen: So können zum Beispiel eine Thrombose oder Muskelverletzungen ähnliche Symptome hervorrufen. Treten die Wadenkrämpfe häufiger auf, ist die tatsächliche Ursache zu ermitteln, um diese gezielt behandeln zu können:
Besteht der Verdacht, dass die häufigen Wadenkrämpfe durch ein erkranktes Gefäß bedingt sind, erfolgen zur Diagnose körperliche Untersuchungen sowie Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen. Legen Vorerkrankungen und weitere Beschwerden nahe, dass eine Nervenerkrankung (Polyneuropathie) für die Wadenkrämpfe verantwortlich ist, nimmt ein Neurologe die weitere Untersuchung und anschließende Behandlung vor.
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