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Wachstumshormonmangel

Wachstumshormonmangel: Therapie

Stand: 14. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Wachstumshormonmangel wird mit einem einfachen Therapie-Prinzip behandelt: Das fehlende Hormon wird dem Körper regelmäßig zugeführt. Noch bis 1985 war dies allerdings sehr aufwändig und gefährlich. Bis dahin stellte man das Wachstumshormon aus den Hirnanhangdrüsen von Verstorbenen her. Dieses Verfahren war extrem teuer und mit einer Ansteckungsgefahr, unter anderem für die Creutzfeld-Jakob-Erkrankung, verbunden. Heutzutage werden Bakterien gentechnisch so beeinflusst, dass sie Wachstumshormone produzieren, die sich nicht von denen des menschlichen Körpers unterscheiden.

Wird der Wachstumshormonmangel mit einer Therapie mit Wachstumshormonen behandelt, beginnt ein sichtbares Aufholwachstum. Das Kind wächst schneller als seine Altersgenossen (sog. Aufholwachstum). Mit der Waschstumshormontherapie erreichen Betroffene oft eine normale Körpergröße. Dazu muss das Kind die Therapie mit künstlichen Hormonen bis zum Abschluss seines Wachstums weiterführen.

Das Wachstumshormon ist ein Eiweiß und wird vom Magensaft angegriffen, daher ist eine Einnahme in Tablettenform nicht möglich – das Wachstumshormon muss einmal täglich in das Unterhautfettgewebe gespritzt werden, ähnlich wie das Insulin bei Diabetikern. Die erkrankten Kinder beziehungsweise deren Eltern können dies leicht erlernen. Bei einer richtigen Dosierung treten selten Nebenwirkungen auf. Störungen im Zuckerhaushalt des Körpers (gestörte Glukose-Toleranz) oder ein zu starkes Wachstum einzelner Organe sind möglich. Weitere Nebenwirkungen können Gelenkbeschwerden, allergische Reaktionen an der Einstichstelle, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Übelkeit sein.

Die Behandlung des Wachstumshormonmangels gehört in die Hände eines erfahrenen kinderärztlichen Endokrinologen (Hormonspezialist). Dieser kontrolliert kontinuierlich Größe und Gewicht des Kindes und erfasst mögliche Nebenwirkungen. Unter Umständen ist in regelmäßigen Abständen eine Röntgenaufnahme der Hand sinnvoll, um den Entwicklungsstand der Knochen festzustellen.

Weiterlesen: Wachstumshormonmangel: Verlauf

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