Wachstumshormonmangel: typische Symptome

Veröffentlicht von: Till von Bracht (04. April 2016)

Erster Hinweis für einen Wachstumshormonmangel kann ein vermindertes Längenwachstum sein. Das betroffene Kind ist kleiner als die Gleichaltrigen und wächst erheblich langsamer, obwohl es bei der Geburt normal groß und schwer war. Die Entwicklung von Größe und Gewicht im Mutterleib wird zunächst nicht von dem kindlichen Wachstumshormonmangel beeinflusst.

Unter Umständen deutet nur ein erniedrigter Blutzuckerspiegel auf die Hormonstörung hin. Jungen haben häufig einen besonders kleinen Penis. Die Verlangsamung des Wachstums fällt meist erst nach dem sechsten bis zwölften Lebensmonat auf. Dann verzögert sich auch die Gewichtszunahme und die Zahnbildung setzt verspätet ein.

Je länger ein Wachstumshormonmangel besteht, umso mehr bleibt das sogenannte Knochenalter des Kindes zurück: Die Länge und die Entwicklung der Knochen entsprechen dann nicht mehr dem Lebensalter.

Bei einem angeborenen Wachstumshormonmangel sind die Körperproportionen trotz Minderwuchs normal. Als Symptome finden sich jedoch Auffälligkeiten im Körperbau:

  • kleine Hände und Füße
  • Puppengesicht: Kinn und Nase wirken zu kurz, das Gesicht ist rundlich
  • bevorzugt am Bauch (Körperstamm) finden sich Fettpolster

Bildet sich ein Wachstumshormonmangel erst im Verlauf der Kindheit oder Jugend aus, dann vermindert sich die Wachstumsgeschwindigkeit und das Kind bleibt in der körperlichen Entwicklung gegenüber Gleichaltrigen zurück. Besondere andere Auffälligkeiten bestehen dann aber meist nicht.


Wachstumshormonmangel beim Erwachsenen

Leidet ein Erwachsener an einem Wachstumshormonmangel, zum Beispiel wegen einer Tumorerkrankung der Hirnanhangdrüse, dann äußert sich dies unter anderem durch folgende Symptome:

  1. Zunahme der Fettmasse (v.a. am Bauch), Abnahme der Muskelmasse des Körpers
  2. Anstieg der Blutfette (Hyperlipidämie)
  3. Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie)
  4. verminderter Antrieb
  5. eventuell Depressionen
  6. erhöhtes Osteoporoserisiko

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