Startseite > Krankheiten > Wachstumshormonmangel > Diagnose
Stand: 14. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Wenn die ersten Untersuchungen den Verdacht auf einen Wachstumshormonmangel ergeben, untersucht der Arzt die Konzentration von bestimmten Eiweißen (IGF I, IGF-I-Bindungsprotein III) im Blut. Das Wachstumshormon regt die Freisetzung dieser Eiweiße im Körper an – daher liefert die Konzentration dieses Proteins im Blut Rückschlüsse darauf, ob die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) regelmäßig Wachstumshormone ausschüttet. Da die Hypophyse das Hormon nur stoßweise ans Blut abgibt, unterliegt die Hormon-Konzentration im Blut starken Schwankungen. Eine einmalige Messung des Wachstumshormons hat daher wenig Aussagekraft. Besser geeignet ist der sogenannte Stimulationstest.
Beim Wachstumshormon-Stimulationstest spritzt der Arzt dem Betroffenen eine Substanz (z.B. Insulin), die die Hirnanhangdrüse anregt, Wachstumshormone auszuschütten. Dieser Anstieg des Hormonspiegels ist dann im Blut messbar. Bei einem Mangel bleibt der Anstieg des Hormonspiegels aus. Dieser Test ist sehr aufwändig und muss stationär im Krankenhaus durchgeführt werden. Ein Wachstumshormonmangel gilt erst dann als erwiesen, wenn zwei unabhängig voneinander durchgeführte Stimulationstests zum gleichen Ergebnis kommen.
Zur Abklärung eventueller Gehirntumoren als mögliche Ursache führt der Arzt oft auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) durch.
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