Wachstumshormonmangel: Kurz erklärt

Veröffentlicht von: Till von Bracht (04. April 2016)

Bei einem Wachstumshormonmangel produziert die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) keine oder zu wenig Wachstumshormone – Mediziner sprechen in diesem Fall von einer Hypophyseninsuffizienz.

Die Hirnanhangdrüse ist ein etwa kirschgroßes Organ an der Unterseite des Gehirns. Sie bildet eine Reihe von wichtigen Hormonen und wirkt so auf zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper ein. Die Hypophyse produziert auch das Wachstumshormon (GH) und gibt dieses in den Blutkreislauf ab. Schüttet sie zu wenig Hormon aus, stagniert das Wachstum und das Kind entwickelt sich in Körperlänge und Gewicht langsamer als Gleichaltrige.

Die Ausschüttung des Hormons kann bei einem Wachstumshormonmangel entweder vollständig oder teilweise gestört sein. Abhängig vom Ausmaß der Hypophyseninsuffizienz, bleibt das Kind mehr oder weniger in seinem "normalen", genetisch vorbestimmten Wachstum zurück.

Ein Wachstumshormonmangel kommt relativ selten vor: Die Häufigkeit wird mit 1 bis 7 von 30.000 Menschen angegeben. 

Eine besondere Form des Wachstumshormonmangels ist der sogenannte Laron-Zwergwuchs. Hier haben die Erkrankten zwar Wachstumshormone im Blut, jedoch ist der passende Rezeptor im Körper defekt: Das Hormon kann nicht wirken, die Kinder bleiben klein.


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