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Vulvaveränderungen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2015)

© Jupiterimages/FogStock

Als Vulvaveränderungen bezeichnen Mediziner alle krankhaften Veränderungen der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane.

Zu den Vulvaveränderungen gehören unter anderem:

  • Entzündungen (Vulvitis)
  • Rück- beziehungsweise Fehlbildungen der Vulvahaut und -schleimhaut (Vulvadystrophie oder Craurosis vulvae),
  • Geschwürbildungen (Ulcus vulvae acutum Lipschütz)
  • Verletzungen,
  • Zystenbildungen und
  • gut- oder bösartige Tumoren

Bei vielen dieser Vulvaveränderungen sind die Ursachen bislang nicht bekannt.

Je nach Krankheitsform unterscheiden sich Vulvaveränderungen in ihren Ursachen, den auftretenden Beschwerden und in der jeweiligen Therapie. Häufig tritt bei Vulvaveränderungen Juckreiz auf. Je nach Ursache können weitere Symptome wie Brennen beim Wasserlassen, Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hinzukommen.

Bei der Diagnose erfragt der Arzt zunächst die Beschwerden und wie lange diese bereits bestehen. Außerdem erkundigt er sich nach Faktoren, die bestimmte Vulvaveränderungen begünstigen können. Dazu gehört zum Beispiel Diabetes mellitus. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung, bei welcher der Frauenarzt die Vulvaveränderungen zunächst begutachtet. Daran schließt sich eine Tastuntersuchung an. Je nachdem, welche Vulvaveränderungen vorliegen, können weitere Untersuchungen wie ein Abstrich oder die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) nötig sein.

Zur Therapie stehen – je nach Ursache – verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Häufig helfen Sitzbäder, schmerz- und juckreizstillende Salben sowie Vaginalzäpfchen. Bei manchen Vulvaveränderungen ist auch eine Behandlung mit Antibiotika oder Hormonen notwendig.

Die meisten Vulvaveränderungen nehmen einen guten Verlauf, wenn sie rechtzeitig und angemessen behandelt werden. Entzündungen der Vulva (Vulvitis), Vulvaverletzungen sowie das Ulcus vulvae acutum Lipschütz (ein seltenes Geschwür der Vulva) heilen nach einiger Zeit ab. Zysten und gutartige Vulvatumoren entfernt der Arzt dagegen in einem chirurgischen Eingriff. Bei Vulvadystrophie beziehungsweise Crauroris vulvae kann eine konsequente Behandlung die Beschwerden lindern, eine Heilung ist jedoch nicht möglich – die Erkrankung verläuft chronisch.

Regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt sind die beste Vorsorgemöglichkeit gegen Vulvaveränderungen. Vor Vulvaveränderungen, die durch sexuell übertragbare Erkrankungen wie Syphilis entstehen, schützt die konsequente Anwendung von Kondomen.

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