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Vulvaveränderungen

Stand: 27. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Als Vulvaveränderungen bezeichnen Mediziner alle krankhaften Veränderungen der äußeren weiblichen Geschlechtsorgane.

Zu den Vulvaveränderungen gehören unter anderem Entzündungen (Vulvitis), Rück- beziehungsweise Fehlbildungen der Vulvahaut und -schleimhaut (Vulvadystrophie oder Craurosis vulvae), Geschwürbildungen (Ulcus vulvae acutum Lipschütz), Verletzungen, Zystenbildungen und gut- oder bösartige Tumoren. Bei vielen dieser Vulvaveränderungen sind die Ursachen bislang nicht bekannt.

Je nach Krankheitsform unterscheiden sich Ursachen, auftretende Beschwerden und Therapien. Häufig tritt bei Vulvaveränderungen Juckreiz auf. Je nach Ursache können weitere Symptome wie Brennen beim Wasserlassen, Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hinzukommen.

Bei der Diagnose erfragt der Arzt zunächst die Beschwerden und wie lange diese bereits bestehen. Außerdem erkundigt er sich nach Faktoren, die bestimmte Vulvaveränderungen begünstigen können. Dazu gehört zum Beispiel Diabetes mellitus. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung, bei der der Frauenarzt die Vulvaveränderungen zunächst begutachtet. Anschließend folgt eine Tastuntersuchung. Je nachdem, welche Vulvaveränderungen vorliegen, können weitere Untersuchungen wie ein Abstrich oder die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) nötig sein.

Zur Therapie stehen – je nach Ursache – verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Häufig helfen Sitzbäder, schmerz- und juckreizstillende Salben sowie Vaginalzäpfchen. Bei manchen Vulvaveränderungen ist auch eine Behandlung mit Antibiotika oder Hormonen notwendig.

Die meisten Vulvaveränderungen nehmen einen guten Verlauf, wenn sie angemessen behandelt werden. Entzündungen der Vulva (Vulvitis), Vulvaverletzungen sowie der Ulcus vulvae acutum Lipschütz heilen nach einiger Zeit ab. Zysten und gutartige Vulvatumoren entfernt der Arzt dagegen in einem chirurgischen Eingriff. Die Vulvadystrophie beziehungsweise Crauroris vulvae kann dagegen nicht geheilt werden, sie verläuft chronisch.

Regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt sind die beste Vorsorgemöglichkeit gegen Vulvaveränderungen. Vor Vulvaveränderungen, die durch sexuell übertragbare Erkrankungen wie Syphilis entstehen, schützt die konsequente Anwendung von Kondomen.

Weiterlesen: Vulvaveränderungen: Definition

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