Vulvaveränderungen: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2015)

Bei Vulvaveränderungen hängt die Therapie vom ursächlichen Krankheitsbild ab.

Vulvitis

Bei entzündlichen Vulvaveränderungen (Vulvitis) richtet sich die Therapie nach dem Auslöser der Erkrankung. Liegt eine allergische Reaktion zu Grunde, verschwinden die Beschwerden rasch, sobald die Ursache beseitigt wird. Bei einer infektiös bedingten Vulvitis sind vor allem örtlich wirksame Maßnahmen wie Sitzbäder, Salben und Vaginalzäpfchen geeignet, die sich speziell gegen den jeweiligen Erreger richten und gleichzeitig die Entzündung abklingen lassen. Gegen ausgeprägten Juckreiz helfen juckreiz- und schmerzlindernde Salben. Seifen und Deodorantien sollte man – auch vorbeugend – bei der Intimhygiene vermeiden, um eine Vulvitis nicht zu verstärken.



Geschwürbildung (Ulcus vulvae acutum Lipschütz)

Gehen die Vulvaveränderungen auf einen Ulcus vulvae acutum Lipschütz zurück, umfasst die Therapie neben Bettruhe vor allem die Einnahme von Antibiotika und entzündungshemmenden Medikamenten. Um die Beschwerden zu lindern, können bei dieser Form der Vulvaveränderungen ergänzend zur Therapie auch Sitzbäder und schmerzlindernde Salben sinnvoll sein.

Crauroris vulvae

Bei der Crauroris vulvae (Vulvadystrophie) als Ursache der Vulvaveränderungen besteht die Therapie in der lokalen Anwendung von kortisonhaltigen und testosteron-, östrogen- oder progesteronhaltigen Cremes oder Salben.



Vulvaverletzungen

Bei Vulvaveränderungen durch Verletzungen besteht die Therapie vor allem aus örtlichen Maßnahmen. Je nach Größe und Ausdehnung des Blutergusses (Hämatom) eignen sich zum Beispiel ein Druckverband oder Kälteanwendungen – unter Umständen ist aber auch ein kleiner chirurgischer Eingriff nötig. Bei Vulvaveränderungen, wie durch einen Dammriss infolge einer Geburt, besteht die Therapie zum Beispiel darin, den Riss zu nähen. Kommt es nach einer offenen Verletzung zur Bildung von Narben, können diese Beschwerden beim Sitzen oder beim Geschlechtsverkehr hervorrufen. Eine operative Behandlung dieser Narben kann die Symptome der Vulvaveränderungen lindern und kommt damit ebenfalls als Therapie infrage.

Zysten

Obwohl Vulvaveränderungen durch vulväre Zysten zwar meist harmlos sind, empfehlen Frauenärzte eine chirurgische Therapie, um die verstopften Drüsengänge wieder freizulegen. Dadurch ist es möglich, die Ursache der Vulvaveränderungen mit der Therapie zu beheben.

Vulvatumoren

Gutartige Vulvatumoren als Vulvaveränderungen bedürfen einer operativen Therapie, da sie sich zu bösartigen Tumoren (Vulvakrebs) entwickeln können. Bei bösartigen Vulvatumoren (Vulvakarzinom) hängt die Behandlung von der Ausdehnung des Tumors ab. Prinzipiell bieten sich eine chirurgische Entfernung sowie der Einsatz der Strahlen- und der Chemotherapie an.


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