Vulvaveränderungen: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2015)

Bei Vulvaveränderungen unterscheiden sich die auftretenden Symptome je nach vorliegendem Krankheitsbild.

Vulvitis

Entzündliche Vulvaveränderungen (Vulvitis) können verschiedene Symptome hervorrufen – unter anderem abhängig von der Ursache der Entzündung. Zu den häufigsten Beschwerden bei einer Vulvitis gehören


Geschwürbildung (Ulcus vulvae acutum Lipschütz)

Bei den Ulcus vulvae acutum Lipschütz genannten Vulvaveränderungen zeigen sich die Symptome in akut auftretenden, schmerzhaften Geschwüren (Ulcera) im Bereich der Vulva. Neben den Schmerzen in den äußeren Genitalien treten meist auch Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten im Leistenbereich auf.

Craurosis vulvae

Eine weitere Vulvaveränderung ist die Craurosis vulvae, die typische Symptome wie weiße, zum Teil gerötete, mitunter stark verhornte Papeln an Haut und Schleimhäuten hervorruft. Diese etwa erbsengroßen Knötchen verbinden sich später zu größeren weißlichen, porzellanartigen Herden. Nach längerer Krankheit wandelt sich die Haut an den geschädigten Stellen um, sie erscheint dann glänzend und pergamentpapierartig. Schmerzhafte Hauteinrisse (Rhagaden) und kleinere Einblutungen (Hämorrhagien) treten auf. Im Bereich der Vulva leiden betroffene Frauen häufig unter erheblichem Juckreiz und starkem Brennen beim Wasserlassen. Die Umwandlungsprozesse an Haut und Schleimhäuten können zu einer Verkleinerung der kleinen Schamlippen und zur Einengung des Scheideneingangs führen, sodass bei diesen Vulvaveränderungen als weitere Symptome Beschwerden beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) auftreten.

Vulvaverletzungen

Bei Vulvaveränderungen durch Verletzungen treten Symptome oft in Form von Blutergüssen (Hämatome) oder Blutungen aus der Vagina auf. Gelegentlich kommt es zu Einrissen und Verletzungen der Vagina, einschließlich des Damms. Bei schweren Verletzungen können infolge der Vulvaveränderungen auch akute Bauchschmerzen als Symptome auftreten. Mitunter sind bei offenen Verletzungen die Nachbarorgane (Harnröhre, Enddarm, Afterschließmuskel) in Mitleidenschaft gezogen.

Zysten

Vulvaveränderungen in Form von Zysten entstehen meist als sogenannte Bartholin-Zysten im unteren Drittel der kleinen und großen Schamlippen. Typische Symptome sind prall-kugelige Gewebeschwellungen.

Vulvatumoren

Durch gutartige Vulvatumoren hervorgerufene Vulvaveränderungen verursachen meist keine Symptome. Treten sie infolge einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (HPV) auf, machen sie sich frühestens nach vier Wochen, oft aber erst mehrere Monate nach dem Kontakt mit den Viren als warzenähnliche Wucherungen von weißer oder blass-rosa Farbe bemerkbar. Bösartige Vulvatumoren fallen nicht durch typische Symptome auf, am häufigsten ist auch hier ein dauerhafter Juckreiz. Erst in fortgeschrittenen Stadien kann ein nach außen wachsender Tumor sichtbar werden. 


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